Eine flächendeckende ärztliche Versorgung fördert die allgemeine Zufriedenheit von Senioren. Dies sollte sich besonders in einer ausreichenden Anzahl an sogenannten Hausärzten äußern. Aber auch Internisten, Neurologen und Psychologen sollten besonders zur Demenzbehandlung vorhanden sein. Die Ärzte sollen neben der Heilung zusätzlich eine Beratungsfunktion ausüben um auf Vorbeugungsmaßnahmen und Risikofaktoren hinweisen zu können. Diese Hinweise können durch Weitergabe der Informationen anschließend auch Bevölkerungsgruppen erreichen, die einen Arztbesuch normalerweise eher meiden und somit die allgemeine Gesundheit stärken.
Um eine flächendeckende ärztliche Versorgung zu gewährleisten müssen die Kommunen und Gemeinden den Ärzten Anreize geben. Generell ist die Anzahl der den Krankenkassen gemeldeten Ärzten zudem stetig steigend. Insgesamt gibt es in Deutschland ungefähr 400.000 Ärzte (im Jahr 2009: 429.926), jedoch ist davon ein großer Anzahl in medizinischen Zentren und Krankenhäusern tätig.
Die flächendeckende ärztliche Versorgung alter Menschen in Krankenhäusern wird derzeit besonders gefördert, jedoch sind noch viele Mängel vorhanden. In Bayern gab es zwischen 2009 und 2010 beispielsweise einen Zuwachs von 4 Kompetenzzentren und 12 Akutgeriatrien. Eine entsprechende Schulung des Pflegepersonals in solchen Einrichtungen ist erforderlich und auch erfolgt. Zudem wird darauf Wert gelegt, dass die Versorgung durch geriatrische Rehabilitationseinrichtungen gesichert ist (in Bayern gibt es derzeit 68 Einrichtungen).
Allerdings weist die ärztliche Versorgung alter Menschen noch starke Defizite auf. Immer noch wird die Allgemeinmedizin zu wenig beachtet und zu stark auf eine Spezialisierung, die selten die Behandlung alter Menschen ist, Wert gelegt. Auch Weiterbildungsmaßnahmen in diesen Bereichen sind nur selten. Durch die starke Spezialisierung der Mediziner auf andere Fachbereiche, sind heute Krankenhausbesuche sehr kurzzeitig angelegt und gerade alte Patienten müssen, bis sie eine vollständige Genesung erreicht habe, viele Stationen passieren. Dies kann bei vielen älteren Patienten zu Verwirrtheit führen. Deshalb sollte ein längerer Krankenhausaufenthalt mit menschenwürdiger Betreuung und zu angemessenen Preisen gewährleistet sein. Neben einer Veränderung der Finanzierung der medizinischen Fachkräfte, sollte jedoch auch die Unterstützung für pflegende Angehörige verbessert werden. Dazu bedarf es einer lebhaften Diskussion in der Gesellschaft über das Alter.
Generell sollte bei der Wohnortauswahl für das Alter auf die ärztliche Versorgung vor Ort geachtet werden. Besonders sollte auf einen Hausarzt, ein lokales Krankenhaus und einen ambulanten Pflegedienst Wert gelegt werden