Angina Pectoris bezeichnet einen anfallartigen Druck und Schmerz im Brustbereich. Er wird durch eine Störung der Durchblutung des Herzens, als Folge einer Verengung der Herzkranzgefäße, hervorgerufen. Die Volkskrankheit kann in verschiedenen Formen auftreten. Die zwei Hauptformen sind die:
-stabile Angina Pectoris (ein Gefühl der Enge und Beklemmung im Brustkorb, verbunden mit Atemnot, das besonders bei körperlicher Belastung entsteht und bei Medikamenteinahme oder einer Ruhephase schwindet)
-instabile Angina Pectoris (Druck und Schmerz treten zum ersten Mal und auch wenn der Körper in Ruhe ist auf und stetig zunimmt. Da ein hohes Herzinfarktrisiko besteht sollte umgehend ein Arzt gerufen werden!)
Generell sind die Schmerzsymptome jedoch nicht auf den Brustkorb begrenzt, sondern können sich von dort aus auf die Innenseiten der Arme und Hände und auf Kiefer, Bauch und Rücken ausbreiten. Die für die stabile Angina Pectoris typische Atemnot, die nach Sport und Essen entstehen kann, tritt im Regelfall nach ungefähr zehn Minuten auf.
Eine häufige Ursache für Angina Pectoris ist Arteriosklerose. Doch auch wenn diese Krankheit nicht vorliegt kann durch eine gesunde Lebensführung Vorbeuge getroffen werden. Zum Beispiel sollte auf das Rauchen verzichtet und Übergewicht vermieden werden. Die Ernährung sollte möglichst gesund (siehe „Gesunde Ernährung") sein und ausreichend Sport getrieben werden (siehe „Sport"). Zudem sollte Stress möglichst vermieden werden. Zudem kann als Vorsorgeuntersuchung der Arzt auf Diabetes und Bluthochdruck untersuchen, die zwei weitere Risikofaktoren darstellen.
Behandelt wird Angina Pectoris oft mit organischen Nitraten, die die Blutgefäße erweitern sollen, und Betablockern. Diese dämpfen und beruhigen das Herz, was unter anderem eine Einsparung von Sauerstoff zufolge hat. Gegebenenfalls kann jedoch auch eine Behandlung mit Sauerstoff notwendig sein. Oft dagegen reicht auch eine einfach Ruhephase und und die Meidung von Belastung aus.