Anti-Aging

Der Begriff Anti-Aging (engl. - „gegen Altern") beschreibt altershemmende Maßnahmen, die zum Ziel haben die Lebensdauer und Lebensqualität des Menschen zu verlängern und zu verbessern. Oftmals wird hierbei als Merkmal besonders auf das optische Erscheinungsbild das Augenmerk gerichtet. Ob faltenbeseitigende Cremes, die oft nur mit einfachen Feuchtigkeitscremes vergleichbar sind und dementsprechend auch nur Falten beseitigen die aus Feuchtigkeitsmangel entstanden sind, und zum Teil gefährliche Schönheitsoperationen der richtige Weg sind, ist jedoch fraglich. Oft ist der Erfolg nur oberflächlich oder kurzzeitig.
Doch wie altert man gesund? Mit der Beantwortung dieser Frage beschäftigt sich die Präventions-Medizin. Viel wichtiger ist nicht wie alt man ist und aussieht, sondern wie alt man sich fühlt. Eine verbesserte Vitalität im Alter und damit verbunden eine längere Lebensdauer, kann man durch die folgenden acht gesundheits- fördernden Maßnahmen gewährleisten:
- Lebensstil: Die Faktoren Ernährung, körperliche Aktivität, Sport, Genussmittel (u.a. Alkohol- und Zigarettenkonsum) und Stress bzw. psychosozialer Situation spielen eine große Rolle in der Anti-Aging Medizin. Genügend Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und das Vermeiden von Risikofaktoren sind die Grundlage für einen gesundheitsbewussten Lebensstil.
- Ausgewogene Ernährung: Der Mensch nimmt über die Nahrung wichtige Substanzen wie Vitamine, Spurenelemente und Mineralien auf. Sind diese Stoffe in ausreichendem Maße im Körper vorhanden, funktioniert der Stoffwechsel einwandfrei. Ist diese Versorgunge jedoch unzureichend,l können Ermüdungserscheinungen auftreten, die sowohl die Gesundheit auch die Lebensfreude und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Für das gesunde Altern sind genügend Bewegung, das Vermeiden von Übergewicht sowie eine ausreichende, ausgewogene Ernährung mit Mikronährstoffen von grundlegender Bedeutung. Denn diese drei Dinge beugen auch Gelenkbeschwerden, Diabetes und Herz-Kreislaufbeschwerden vor. Bei der ausgewogenen Ernährung sollte hauptsächlich auf Obst, Gemüse, Fisch und Vollkornprodukten Wert gelegt werden.
- Bewegung: Regelmäßige Bewegung wie Joggen, Schwimmen und Radfahren steigert nicht nur das körperliche und seelische Wohlbefinden, es fördert auch die körpereigene Antioxidanzien-Produktion. Neben der Stärkung des Immunsystems baut sie freie Radikale ab, beugt Herz-Kreislauferkrankungen vor und kann sogar Krebserkrankungen, Demenz und Osteoporose vermeiden. Zwei bis drei Stunden Sport in der Woche reichen als Präventionsmaßnahme schon aus.
- Supplementierung: Eine maßvolle Zufuhr von Mikronährstoffen lindert die oxidative Belastung sowie die chronisch niederschwelligen Entzündungsprozesse. Beide Faktoren sind nämlich von der Anti-Aging-Medizin als gravierende Alterungsfaktoren identifiziert worden.
- Hormonersatztherapie: Im Alter sinken viele Hormonspiegel ab, und oft sind Vitalitätsverlust sowie Funktionseinbußen die Folge. Diese Defizite können in den meisten Fällen durch den Ersatz der fehlenden Hormone mit Hilfe einer individualisierten Hormontherapie ausgeglichen werden.
- Mental Balance: Stress jeglicher Art und nicht bewältigte Konflikte können ebenfalls das Altern beschleunigen. Innere Ausgeglichenheit und die mentale Balance des Einzelnen spielen eine wichtige Rolle bei dem Kampf gegen d as schnelle Altern. Die Mental-Medizin hilft beim Erkennen der Stress verursachenden Dinge und beim Wiederherstellen einer dauerhaften Ausgeglichenheit.
- Ästhetisches Anti-Aging: Das Ziel der Anti-Aging Medizin ist das Verlangsamen des biologischen Alterungsprozesses und nicht das Kaschieren der sichtbaren Folgen. Nichtsdestotrotz nimmt für Manchen das Sich-Jung-Fühlen und das gleichzeitige Jung-Aussehen bzw. das Gleichgewicht zwischen „gefühltem" und tatsächlichem Alter zu finden einen höheren Stellenwert ein. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl wirksamer Maßnahmen (nicht invasiv oder kosmetisch), die im Bereich der ästhetischen Anti-Aging angeboten werden.
- Schlaf: Auch ausreichend langer Schlaf kann jung halten, da Schlaf eine regenerierende Funktion für Hormone und Stoffwechsel hat. Empfehlenswert ist es in einem dunklen Raum zu schlafen und vorher keine schweren Mahlzeiten zu sich zu nehmen oder zu rauchen. Zudem sollte man sich entspannen und nicht krampfhaft versuchen einen tiefen und erholsamen Schlaf zu erzwingen.
Wer trotzdem eine Anti-Aging-Therapie beginnen will, sollte zunächst unbedingt mit einem Arzt sprechen. Das Therapieangebot geht über eine individuelle Ernährung, zu Hormonbehandlung und gezielter Vitamin- und Mineralstoffzunahme.
Quelle: http://www.gsaam.de/ ( Website der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging-Medizin e.V. (GSAAM)