Der Begriff „Blutzucker" beschreibt den Anteil an Glucose im Blut. Da Glucose ein wichtiger Teil des Energiehaushaltes im Körper ist, dient der Blutzucker als Meßwert für diesen Haushalt. Als Richtlinie dient hier der Normalwert von 70 bis 99 Milligramm pro Deziliter (kurz: mg/dl) im nüchternen Zustand, wobei dieser Wert nach einer glucosehaltigen Mahlzeit kurzfristig auf das Doppelte ansteigen kann.
Liegt der Blutzucker (oder länger Blutzuckerspiegel) dauerhaft höher oder niedriger als der Normalwert, liegt in beiden Fällen eine Störung des Stoffwechsels vor. Ist der Wert dauerhaft erhöht, verweist das auf eine unzureichende Versorgung des Körpers durch Insulin, das für den Blutzuckerabbau und das Umsetzen in Energie veranwortlich ist. In den meisten Fällen ist eine Zuckererkrankung, oder Diabetes, für die Überzuckerung verantwortlich.
Ist der Blutzucker wiederum dauerhaft niedriger als der Normwert, spricht man von einer Unterzuckerung. Diese macht sich meist durch Symptome wie eine Bewusstseinstrübung, zittrige Hände, Schweißausbrüche, eine erhöhte Adrenalinausschüttung und in ernsteren Fällen Krämpfen oder sogar ein Schock bemerkbar. Durch den Kontrollverlust kann auch ein gefährlicher Sturz die Folge sein. Eine solche Unterzuckerung kann ebenfalls bei Diabetes Typ 2, als Folge der Behandlung durch eine künstlichen Insulinzufuhr oder als Nebenwirkung bestimmter medikamentöser Wirkstoffe, nämlich aus der Gruppe der Sylfonylharnstoffe, auftreten.
Die Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckers ist wichtig, damit der Körper funktionieren kann und nicht ernsthaft krank wird. Gerade Diabetiker müssen auf eine Aufrechterhaltung dieses Normalwertes achten, aber die Messung des Blutzuckers gehört auch zur normalen Gesundheitsvorsorge bei Nicht-Diabetikern. Auch kann eine scheinbar grundlose Bewusstlosigkeit durch eine Störung des Blutzuckers erklärt werden.
Um diesen Wert im Blick zu behalten gibt es mehrere Methoden. Zum Einen können Ärzte nach Entnahme einer Blutprobe mit verschiedenen Arten von Teststreifen den ordnungsgemäßgen Zuckerhaushalt überprüfen. Neben weiteren, nicht-invasiven Methoden können auch kleine Messgeräte erworben werden, die zuverlässige Ergebnisse liefern.
Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blutzucker
http://de.wikipedia.org/wiki/Hypoglyk%C3%A4mie
http://de.wikipedia.org/wiki/Blutzucker