Cholesterin

Cholesterin ist ein Sterin. Es übernimmt im Körper einige wichtige Funktionen. Beispielsweise wird es bei dem Aufbau einer Zellmembran benötigt. Auch bei der Bildung von Gallensäuren, Hormonen und Vitamin D3 ist Cholesterin im Einsatz.

Es gibt verschiedene Typen von Cholesterin, am bekanntesten sind jedoch die High Density Liptoproteine (HDL) und Low Density Lipoproteine (LDL). Während HDL-Cholesterin einen positiven Effekt hat, kann ein zu hoher LDL-Cholesterin-Spiegel gefährlich und schädlich sein.

Ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel, der zu einer Cholesterinablagerung an den Gefäßen führt, steht beispielsweise in Zusammenhang mit Arteriosklerose und koronaren Herzkrankheiten. Diese sind heutzutage in den westlichen Ländern die häufigste Todes ursache.

Auch ein Schlaganfall kann eine erhöhten LDL-Wert als Ursache haben. Auch Ablagerungen, die sich beispielsweise in Form von gelblichen Knoten an Fingern, Augenlidern oder der Achillesferse zeigen.

Jedoch kann auch ein niedriger Cholesterin-Gesamtspiegel negative Folgen auf Gedächtnis und Psyche haben. Beispielsweise zeigen Kinder mit einem niedrigen Cholesterinspiegel durchschnittlich eine höhere Gewaltbereitschaft. Ein niedriger Wert kann zudem ein Risikofaktor für Depressionen und Gedächtnisproblemen sein. Auch Albträume werden mit einem niedrigen Cholesterin-Gesamtwert in Zusammenhang gebracht.

Therapie und Tipps 

Gemüse

Der Cholesterinspiegel kann durch einen Bluttest ermittelt werden. Ist der LDL-Wert dauerhaft zu hoch, sollte die Lebens- weise und Ernährung umgestellt werden. Beispielsweise sollte das Rauchen aufgegeben und Übergewicht reduziert werden. Zudem sollten Sport und Bewegung fokussiert werden. Auch bei der Ernährung sollten einige Dinge beachtet werden. Zum Beispiel sollte der Anteil fetter tierischer Produkte reduziert und dafür mehr auf Obst und Gemüse geachtet werden. Auch der Alkoholkonsum sollte reduziert werden.

Diese Umstellung ist auch als Prävention sinnvoll um frühzeitig einen zu hohen LDL-Cholesterin-Wert zu vermeiden!

Sollten diese Maßnahmen jedoch keine ausreichende Wirkung zeigen, kann die Aufnahme von Medikamenten notwendig sein. Beispielsweise werden Cholesterin-Synthese-Hemmer, Cholesterin-Aufnahme-Hemmer und Fibrate verwendet. Bei den letztgenannten kann es allerdings zu Ver- dauungsschwierigkeiten kommen. Generell sollten bei einer Therapie auf Basis von Medikamenten immer Laboruntersuchungen durchgeführt werden.

Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folge- erkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. ist ein unabhängiger Ansprechpartner für Fragestellungen auf dem Gebiet des Fettstoffwechsels und der Atherosklerose.

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Bildquelle:

Petr Kratochvil / http://www.publicdomainpictures.net/view-image.php?image=1377&picture=drei-peppers

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