Dekubitus

Die Krankheit

Als Dekubitus (vom lateinischen decubitere, „sich (zum Schlaf) niederlegen“) bezeichnet man eine in unterschiedlichen Härtegraden vorkommende Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes, die hauptsächlich in Form von Druckgeschwüren beim Wundliegen auftritt. Die Ausprägungen von Dekubitus können von Hautrötungen bis hin zu offenen und nässenden Wunden reichen.

Ursachen

Dekubitusgeschwüre werden durch eine übermäßige Druckbelastung der Haut verursacht, wobei die Schwere des Geschwürs bei fortschreitender Zeit einer einseitigen Druckbelastung zunimmt. Dadurch dass bei einer längeren solchen Belastung das „Atmen“ der Haut blockiert wird, können sich Gifte an der Druckstelle bilden und das Gewebe mitunter dauerhaft schädigen.
Bei gesunden Menschen kommt es deshalb nicht zu Dekubitus, da ihnen das körperliche Empfinden die Belastung signalisiert und sie ihre Position dementsprechend ändern. Die Tatsache, dass bettlägrigen und pflegebedürftigen Menschen dieses Empfinden fehlt oder sie nicht in der Lage sind, ihre Position zu ändern, macht sie zur Hauptrisikogruppe für dieses Leiden. Dies wird oft durch den körperlichen Abbau solcher Menschen begünstigt, da knöcherne Stellen des Körpers besonders empfindlich für die Bildung eines Dekubitusgeschwüres sind.
Neben dem Wundliegen an sich gibt es noch weitere Faktoren, die eine Dekubitusbildung begünstigen. So schafft zum Beispiel ein übermäßiges Schwitzen bei Fieber einen Nährboden für Dekubitus, genauso wie ein starkes Übergewicht den Druck auf die Haut verstärkt. Meist verursacht eine Kombination von mehreren Faktoren ein Dekubitusgeschwür.
Jedoch ist Dekubitus oft ein Resultat von mangelhafter Pflege der betroffenen Person. Nicht nur ein dauerhaftes Liegen kann hier zum Dekubitus führen, sondern auch das Ablösen von Hautschichten durch unsachgemäßes Neupositionieren der pflegebedürftigen Person.

Symptome

Eine Dekubitusbildung wird in 4 Grade unterteilt. Bei Grad 1 liegt eine starke Hautrötung vor, während bei Grad 2 ein Teilverlust der Haut stattfindet und sich bereits ein flaches Geschwür bilden kann. Grad 3 stellt einen Verlust aller Hautschichten dar, und ein tiefes offenes Geschwür bildet sich. Grad 4 schließlich ist der schwerste Grad des Dekubitus, bei dem auch Muskelgewebe und Knochen geschädigt werden und mitunter eine schwere Nekrose auftritt.

Vorbeugung und Behandlungsmöglichkeiten

Da ein Dekubitus in den meisten Fällen durch nicht vorhandene oder unsachgemäße Pflege einer hilfsbedürftigen Person entsteht, liegt es in der Verantwortung der pflegenden Person, durch eine sachgemäße und sorgfältige Versorgung ihres Patienten vorzubeugen. Eine ausreichende Mobilisierung des Patienten ist hierbei eine grundlegende Maßnahme. Auch eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung ist zu gewährleisten. Eine ständiges Waschen und Pflege der Haut durch Lotionen ist ebenso wichtig wie das Aufrechterhalten der Betthygiene, wozu auch das sofortige Beseitigen von Essensresten gehört. Auch können Hilfsmittel wie spezielle Kissen oder sogenannte Anti-Dekubitus-Felle zur Prävention und Linderung beitragen, da sie den Druck auf die Haut entlasten.

In Pflegeeinrichtungen weist ein Dekubitus auf eklatante Mängel beim Personal hin und sollte bei Entdeckung umgehend gemeldet werden.

Quellen:

http://www.dekubitus.de/dekubitus-dekubitustherapie.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Dekubitus

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