Im Alter kann es aus verschiedensten Gründen zur Inkontinenz kommen. So ist es zum Beispiel beim Mann mitunter die Folge einer Prostataoperation, die im Alter notwendig geworden ist. Aber auch ein generelles Abnehmen des Fassungsvermögens der Blase mit fortschreitendem Alter kann da die Ursache sein. In besonders ernsten Fällen ist auch die Ursache ein rapider Abbau der geistigen Verfassung, zum Beispiel bei Demenzkranken. Jedoch ist das Älterwerden nicht automatisch mit dem Eintreten einer Inkontinenz verbunden.
Ganz gleich jedoch, was die Ursache ist, stellt eine Inkontinenz sowohl eine körperliche als auch eine seelische Belastung dar. So sind oft nicht nur gesundheitliche Risiken wie Hygienemangel und Hautreizungen die Folge; gerade bei älteren Menschen, die sonst noch sehr aktiv sind, ist solch ein Kontrollverlust mit Schamgefühl und der eigenen sozialen Abgrenzung verbunden. Dabei gibt es heute eine Vielzahl an medizinscher Hilfsmittel, die nicht nur zur Erhaltung der Gesundheit dienen, sondern auch die Lebensqualität in solchen Fällen deutlich steigern können. Hierfür sind eine Vielzahl sogenannter Inkontinenzprodukte erhältlich.
Die Palette von Hilfsmitteln, die der körperlichen und seelischen Gesundheit dienen, reicht von Einlagen über Inkontinensunterhosen bis zu Klebewindeln. Dabei hängt die Wahl von Ausmaß und Art der Inkontinenz ab. Bei einer leichten Inkontinenz, die zum Beispiel nur bei körperlicher Belastung auftritt, reicht eine Inkontinenzeinlage oft vollkommen aus, die im Endeffekt eine stärkere und speziell angepasste Form der Slipeinlage ist und genau wie diese in den Schritt eingelegt werden kann. Für stärkere Formen der Inkontinenz bietet sich ein Inkontinenzslip an, die auch als Windelhose bekannt ist. Diese wird wie eine ganz normale Unterhose getragen und wurde extra dafür entwickelt, dass sie unter der Alltagskleidung nicht auffällt und dezent bleibt. In der Nacht und bei pflegedürftigen Menschen kommt wiederum eine Klebewindel zum Einsatz. Zusätzlich gibt es noch eine Reihe weitere Holfsmittelarten wie zum Beispiel spezielle Tampons.
Die meisten Inkontinenzprodukte sind in Drogeriemärkten erhältlich. Liegt eine ärztlich diagnostizierte Inkontinenz vor, kann man sich aber auch auf Rezept die Inkontinenzartikel nach Hause liefern lassen, bei den meisten Produktarten sogar kostenfrei. Der möglicherweise unangenehme Gang zum Drogeriemarkt entfällt so. Für die genauen Modalitäten fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach.
Unser Angebot zum Thema im Deutschen Seniorenlosten
Weiterführende Links:
http://www.inkontinenz-selbsthilfe.com (Info-Website mit unfangreichem Bereich zum Thema Hilfsmittel)
Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Inkontinenz
http://de.wikipedia.org/wiki/Inkontinenzslip