Multiple Sklerose ist eine chronische Entzündung des zentralen Nervensystems. Sie zeichnet sich durch verschiedene Entzündungsherde in den weißen Bereichen des Gehirns und Rückenmarks aus. Leider ist die Erkrankung heutzutage noch nicht heilbar, jedoch kann die Krankheitsentwicklung verlangsamt werden. Die Entwicklung geschieht generell in Schüben.
Die Ursachen von Multipler Sklerose sind weitestgehend ungeklärt. Einige Theorien formulieren jedoch einen Zusammenhang mit dem Erbgut, besonders der ethnischen Zugehörigkeit, und eine frühe Infektion mit einem bestimmten Erreger. Als ausreichend belegbar hat sich allerdings noch keine Theorie erwiesen.
Eine Erkrankung an Mutiple Sklerose zeigt sich frühzeitig in Störungen der Sensibilität und des Sehvermögens. Es können vor allem Taubheitsgefühle und unerklärliches Kribbeln beziehungsweise Sehunschärfe und der Bildung eines milchigen Schleiers entstehen. Auch Krämpfe können entstehen. Symptomatisch ist jedoch eine Lähmung der Muskeln. Diese äußert sich in einer schnellen Ermüdung und Anspannung der Muskulatur. Auch die geistige Gesundheit kann von multipler Sklerose betroffen sein. Beispielsweise kann eine subkortikale Demenz entstehen. Jedoch ist zu beachten dass nicht jede Multiple Sklerose bösartig ist und eine Behinderung mit sich zieht.
Zur Diagnose wird der Patient zunächst über die Krankheitsschübe befragt. Sie müssen länger als 24 Stunden andauern, eine Pause von 30 Tagen zwischen den Schüben aufweisen und nicht auf Infarkte zurückzuführen sein. Zudem wir mittels einer neurologischen Untersuchung die Hirnnerven und Reflex und Empfindungsfähigkeit sowie die Muskel untersucht. Mittels einer Magnetresonanztomographie (MRT) kann entzündetes Mark dann bildlich dargestellt werden. Auch das die Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit wird untersucht. In ihr ist in einigen Fällen eine Zunahme von lymphozytären Zellen zu verzeichnen.
Ist die Diagnose auf Multiple Sklerose gestellt, beginnt die Therapie. Eine vollständige Heilung ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Oberstes Ziel der individuellen Therapie ist also den Erhalt der Unabhängigkeit und Lebensqualität des Patienten. Beispielsweise werden lähmende Schübe oft mit Glucocorticoiden behandelt um eine Verkürzung der Schübe herbeizuführen. Zudem wird durch Immunsuppressiva die Entzündungsreaktion bekämpft. Auch psycho- und physiotherapeutische Maßnahmen werden angewendet. Auch Sprechstörungen und Blasenprobleme sowie eine verminderte Sexualität wird behandelt.
Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V. gibt weiterführende Informationen zum Thema: