Das Internet nimmt nach und nach immer stärker an Wichtigkeit zu. Derzeit nutzt in Deutschland über 60% der Bevölkerung regelmäßig das Internet. Doch nicht nur für junge, technikaffine Menschen, sondern auch für viele Senioren ist das Internet interessant. Mittlerweile sind sogar ungefähr 12% der Internetnutzer über 60 Jahre alt. Wie wichtig das Internet ist hat beispielsweise der Wahlkampf des US-Präsidenten Barack Obama deutlich gemacht. Einen großen Teil seines Wahlerfolgs verdankt er seiner Präsenz im Internet.
Denn in Zeiten von schneller Telekommunikation dient das Internet als Mittel der Kommunikation und des Erfahrungsaustausches. Mit Emails lassen sich Briefe innerhalb kürzester Zeit versenden und mittels Chatprogrammen direkte Gespräche führen. Auch für Senioren speziell konzipierte Chatrooms, Foren und Internetauftritte finden immer mehr Verwendung. Im Internet findet sich zudem eine große Anzahl an Ratgebern und an Bildungsangeboten, aber auch Unterhaltungsmöglichkeiten. Auch der Austausch von Fotos und Videos, jedoch auch das Knüpfen von Freundschaften wird durch das Internet stark vereinfach.
Zudem verlagern sich viele ehrenamtliche Tätigkeiten ins Internet. Neben den traditionellen ehrenamtlichen Berufen in Sportvereinen und in der Pflege, entwickelt sich die ehrenamtliche, soziale Seite des Internets. Beispielsweise gibt es im Web Angebote der Seelsorge, aber auch viele Präsentation karitativer Unternehmen.
Auch als Informationsquelle zu Themen des aktuellen Zeitgeschehens oder als Bank in Form von Online-Banking ist das Internet hilfreich und interessant.
In der Zukunft wird sich eine Generation von Senioren entwickeln, die mit dem Internet und den moderneren Mitteln der Kommunikation aufgewachsen sind. Jedoch müssen sich die Senioren von heute oft auf Neuland wagen. Es lohnt sich aber! Vor allem gilt es niemals den Mut oder die Geduld zu verlieren. Unnötiger Respekt vor dem Medium Internet oder einem Computer ist nicht notwendig. Diese dienen nur als technische Hilfsmittel und der Umgang ist leicht zu erlernen. Vor allem sollte man sich aber auch durch die scheinbare Leichtigkeit mit der jüngere Generationen mit dem Internet umgehen nicht entmutigen lassen, sondern diese vielmehr als Herausforderung sehen.
Allerdings empfiehlt es sich zu Beginn einen Computerkurs zu besuchen. Diese werden in vielen Volkshochschulen und Gemeinden, aber auch privat, speziell für Senioren angeboten. Neben einer Schulung im sicheren Umgang mit dem Computer und Internet, wird dort zudem der Schutz der Privatsphäre geprobt. Schon in kürzester Zeit ist es möglich im Internet zu surfen und Emails zu versenden.
Neben dem Internet ist auch ein Mobiltelefon ein Telekommunikationsmedium, dessen Umgang leicht zu erlernen ist. Viele Handys lassen sich wie das normale Telefon zuhause bedienen. Der Vorteil ist, dass es fast überall nutzbar ist. Neben dem Telefonieren ist zudem das Versenden von Kurzmitteilungen (SMS) eine häufig genutzte Funktion. Vorteilhaft ist auch das im Handy beinhaltete Adressbuch. Neben diesen Grundfunktionen bietet ein Mobiltelefon eine große Anzahl an Zusatzmöglichkeiten. Diese lassen sich dem Handbuch, das dem Telefon beiliegt, entnehmen.
Die zunehmende Wichtigkeit des Internets für die Gruppe der über 50-jährigen ist auch der Pflegestudie 2009 zu entnehmen vom Privatinstitut für Transparenz im Gesundheitswesen GmbH:
http://www.deutsches-seniorenportal.de/pflegestudie-2009#Informationswege