Seniorenwohngemeinschaften, oder umgangssprachlich Senioren-WGs, sind Wohngruppen, in denen sich mehrere Senioren zusammengeschlossen haben, um in einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Haus gemeinsam den Alltag zu bewältigen. Wie bei einem Mehrgenerationenhaushalt wird eine solche Wohnegemeinschaft oft von professionellem Pflegepersonal unterstützt. Im Gegensatz zum Betreuten Wohnen steht jedoch hier das selbstständige Leben der Bewohner im Vordergrund.
Wie auch das Mehrgenerationenhaus ist eine Senioren-WG vor Allem für ältere Menschen geeignet, die noch weitgehend oder vollständig selbstständig leben. Durch das gemeinsame Führen des Haushalts unterstützend und entlasten sich die Bewohner gegenseitig, ohne jedoch ihre Privatsphäre und Selbstständigkeit zu verlieren. Im Gegensatz zum Mehrgenerationenhaus hat die Senioren-WG immer den Vorteil, dass man auf Menschen mit den gleichen Problemen und Schicksalen trifft und so sich gegenseitig Unterstützung und Verständnis geben kann. Insbesondere älteren Menschen, die einsam sind, kann eine solche Gemeinschaft ein erfülltes Leben in der Gesellschaft von anderen Menschen bieten und somit auch eine Altersdepression verhindern. Durch die Verfügbarkeit von Pflegepersonal ist zudem immer gewährleistet, dass einem Menschen, dessen Zustand sich verschlechtert, im Ernstfall die notwendige medizinische Versorgung und Pflege zuteil wird – die Senioren in einer solchen Wohngemeinschaft sind also keineswegs auf sich allein gestellt.
Bei einer Senioren-WG steht Selbstständigkeit im Vordergrund. Dennoch ist noch mehr als bei einem Mehrgenerationenhaushalt darauf zu achten, dass Geschäfte, Behörden und kulturelle Einrichtung vom Wohnort aus gut zu erreichen sind.
Quellen:
http://www.focus.de/immobilien/mieten/senioren-wg-statt-altersheim_aid_63490.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Seniorenwohngemeinschaft