Während für junge Menschen Handys ein selbstverständlicher Alltagsgegenstand sind, haben viele Ältere Berührungsängste. Kein Wunder, denn Funktionen wie Datenflats, Apps und Micro-USB Konnektivität wirken fast schon geheimnisvoll und vor allem sehr kompliziert. So fühlen sich ältere Nutzer mit umfangreichen Funktionen, multifunktionalen Tasten und komplizierten Menüführungen meist überfordert. Dabei haben Handys viele Vorteile, gerade für diejenigen, die auch im fortgeschrittenen Alter Wert auf Mobilität und Unabhängigkeit legen. Denn eines steht fest: Ein zuverlässiger, mobiler Begleiter bietet Sicherheit, gerade wenn man viel unterwegs ist, dabei aber für Verwandte und Freunde stets erreichbar bleibt und im Fall der Fälle selbst schnell reagieren kann. Zwar besitzt jeder zweite Bundesbürger über 65 Jahre ein Mobiltelefon, eine aktuelle Forsa-Studie belegt jedoch, dass rund 70 Prozent der Befragten mit zu vielen überflüssigen Funktionen hadern. Etwa 45 Prozent der älteren Nutzer beklagen zu kleine Tasten und zu komplizierte Bedienungen. Dabei gibt es bereits interessante Lösungen.
Die Ansprüche von Senioren an ein Handy unterscheiden sich stark von denen der jüngeren Zielgruppe. Während moderne Geräte immer mehr können müssen, zeichnen sich Seniorenhandys durch die Reduzierung auf das Wesentliche, Einfachheit und Bedienfreundlichkeit aus. Verschiedene Faktoren spielen hier eine große Rolle. Seniorenhandys sind in der Regel etwas größer als andere Modelle, insbesondere Tasten und Displays sind so groß gehalten, dass sie auch von Personen mit eingeschränkter Motorik und schwächerem Sehvermögen problemlos genutzt werden können. Zusätzlich verfügen viele Modelle über hörgerätetaugliche Lautsprecher, die störende Rückkopplungen bei Trägern von Hörhilfen verhindern.
Anstelle von überfrachteten Bedienmenüs und Multifunktionalität setzen die Geräte für die Best Ager auf Übersichtlichkeit, eine eindeutige Menüführung und praktische Zusatzfunktionen. So war etwa das emporiaLIFEplus eines der ersten Mobiltelefone mit einer integrierten Notruffunktion. Es ist bis heute am Markt erhältlich. Bis zu fünf Notrufnummern werden bei dem intelligenten System automatisch hintereinander durch einen Tastendruck angerufen. Eine parallele Notruf-SMS und eine Rückbestätigung durch den Empfänger sorgen dafür, dass der Ruf nicht ins Leere beziehungsweise an einen Anrufbeantworter geht.
Neueste Geräte-Generationen bieten sogar noch mehr Sicherheit, indem sie mit GPS-Technik die Ortung des Nutzers ermöglichen oder im Falle eines Sturzes automatisch einen Notruf absetzen. Selbst die Anbindung an einen professionellen Notrufservice ist jetzt bei einigen Anbietern möglich. Im Falle eines Notrufs steht eine 24 Stunden besetzte Notruf-Servicezentrale bereit. Sie empfängt die Not-SMS und ermittelt den Standort der in Not geratenen Person. Geschulte Mitarbeiter helfen sofort und kompetent. Vorreiter bei diesem ungewöhnlichen Kooperationsmodell sind derzeit emporia Telecom und Mobilnotruf 24.
Seniorenhandys sind lange keine Nischenprodukte mehr, sondern intelligente Alltagshelfer. Zudem kommen sie oft auch im sehr schicken, preisgekrönten Design einher und sprechen damit immer häufiger nicht nur die ältere Generation an, sondern alle, die sich nach einfachen, intuitiven Bedienungen sehnen. Die mobilen Begleiter schaffen Unabhängigkeit, Bewegungsfreiheit und in vielen Fällen auch mehr Sicherheit. Welches Handy nun genau den eigenen Ansprüchen entspricht, muss jeder für sich selbst festlegen. Informationen zum Thema „Mobiles Telefonieren im Alter“ finden sich auf der Seite der Deutschen Seniorenliga www.deutsche-seniorenliga.de oder auch im Fachhandel.