Aufgrund des demographischen Wandels hat sich in den vergangenen 20 Jahren eine Vielzahl von Wohn-, Betreuungs- und Pflegemöglichkeiten für Senioren gebildet. Nach wie vor überwiegt der Wunsch des Einzelnen, das Alter und auch die letzte Lebensphase möglichst zuhause in der gewohnten Umgebung verbringen zu können.
Es gibt gegenwärtig vielfältige Angebote für unterschiedliche Wohnformen, zum Beispiel
Man kann davon ausgehen, dass nur die Wenigsten freiwillig in ein klassisches stationäres Pflegeheim einziehen. Wenn, dann geschieht das meist wegen eines konkreten Anlasses, wenn etwa der Ehe- oder der Lebenspartner verstirbt, Freunde versterben, Krankheiten auftreten, die eine erhöhte Betreuung oder Pflege erfordern; wenn die körperliche Mobilität und Leistungsfähigkeit aufgrund des Alters so stark eingeschränkt sind, dass die normalen Dinge des Alltags und der Haushalt nicht mehr selbständig bewältigt werden können und es kein funktionierendes Netzwerk in der Familie oder in der Nachbarschaft vorhanden ist. Dass ein Einzug in ein stationäres Pflegeheim so weit wie möglich hinausgezögert wird, spiegelt sich auch in der Statistik wider: Pflegebedürftige in einem klassischen stationären Pflegeheim leben dort etwa eineinhalb Jahre lang.
Ganz anders im gehobenen Seniorenwohnen: Hier entscheiden sich die meist Menschen ganz bewusst, ihren Lebensabend in einer solchen Einrichtung zu verbringen; die durchschnittliche Verweildauer beträgt dort etwa zehn Jahre. Viele Bewohner warten nicht, bis die ersten Gebrechen eintreten, sondern ziehen bei voller Vitalität in eine Seniorenresidenz, um die breite Palette mit Kulturveranstaltungen, Wellness- und Fitnessangeboten, vielfältige Initiativen wie Vorträge, gemeinschaftliches Spielen zu nutzen oder auch um ehrenamtliche Tätigkeiten für Mitbewohner aufzunehmen, um sich in einer solchen Einrichtung zu integrieren. Die Wohnform Seniorenresidenz zielt viel stärker als andere Wohnformen darauf ab, die individuellen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen, Eigenständigkeit und Unabhängigkeit zu stärken.
Kultur und Aktivitäten, gastronomische Leistungen, Gesundheit und Wellness, Hausmeisterleistungen, Pflege und Betreuung, ärztliche Versorgung - Wohnstifte bieten ein All-inclusive-Programm, egal ob in einem Notfall kurzfristige Hilfe gebraucht wird oder ein Theaterbesuch organisiert werden muss, nahezu alle Eventualitäten sind abgedeckt. Dies ist der prägnanteste Unterschied zu allen anderen Wohnformen im Alter. Das hat natürlich auch seinen Preis. Die Zeitschrift FINANZTEST hat 2006 verschiedene Seniorenresidenzen, das Augustinum, das Kuratorium Wohnen im Alter (KWA), die Gemeinschaft deutsche Altenhilfe (GDA), Kursana Residenzen, Pro Seniore und einige mehr insbesondere im Bezug auf die monatlichen Kosten untersucht. Die Spreizung der monatlichen Gesamtkosten für ein Appartement in der Größenordnung zwischen 31qm und 40qm belief sich von 1.122,00 Euro bis 1.905,00 Euro, meist für Wohnen, Mittagessen und 24-Std-Service berechnet. Die möglichen Pflegekosten sind hier noch nicht einkalkuliert, sie werden üblicherweise von den Pflegekassen als Teilkaskoleistungen erbracht.
Hierzu bieten die meisten Seniorenresidenzen eine Pflegestation an, in die ein Bewohner im Pflegefall ziehen muss. In dieser besonderen Lebenssituation muss der Bewohner seinen individuellen Wohnraum aufgeben.
Wer sich für eine Seniorenresidenz entscheidet, kann aber nicht nur eine Vielzahl von Risiken abdecken, die mit den letzten Jahren verbunden sind. Mit dem Einzug in eine Seniorenresidenz kann auch ein neuer, spannender Lebensabschnitt beginnen: Spätestens jetzt hat man Zeit für die eigenen Interessen, spätestens hier steht das eigene Wohl an erster Stelle.
Quelle:
Augustinum GmbH
Jürgen Klingelhöfer-Noe
Stiftsbogen 74
81375 München
sekretariat@augustinum.de