Erfahrungen aus der Seniorenarbeit zeigen, dass ältere und an Demenz erkrankte Menschen häufig unter innerer Anspannung und Unruhe leiden. Diese Personen stehen darüber hinaus immer weniger in Kontakt mit ihrer Umwelt, sowohl körperlich als auch geistig. Das gilt besonders wenn der Umweltkontakt zusätzlich aufgrund altersbedingter Hör- und Sehschwächen beeinträchtigt wird.
Entspannungsmethoden in der Seniorenarbeit unterstützen diese Menschen darin innere Ruhe zu finden, das Wohlbefinden zu verbessern und Spannungen zu lösen.
Ursprünglich wurde die Methode des „Snoezelen“ in den USA für die Arbeit mit behinderten Kindern entwickelt. Wie der Begriff Snoezelen vermuten lässt, fand diese Methode Einzug in den Niederlanden und wurde dort zur Anwendung für die Seniorenarbeit weiterentwickelt.
Genau genommen ist das Wort Snoezelen eine Wortschöpfung, die sich aus zwei niederländischen Wörtern zusammensetzt:
Dabei wurden verschiedene Therapieformen, die Aromatherapie, die Farbtherapie, die Basale Stimulation und die Musiktherapie, zu einer neuen Therapieform, dem Snoezelen, verbunden.
Snoezelen vermittelt besonders bei dementiell erkrankten Bewohnern ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Darüberhinaus wird durch Snoezelen ein positives Erlebnisspektrum für die Bewohner geboten und somit ihre Lebenszufriedenheit gefördert.
Sehen, hören, fühlen und riechen – beim Snoezelen werden unterschiedliche Reize angesetzt um die Wahrnehmung zu fördern und Wohlbefinden auszulösen. Für visuelle Reize sorgen zum einen ein speziell gestalteter Raum und Projektoren die Lichtspiele und Stimmungsbilder an Wänden und Decken erzeugen. Mittels Duftlampen und Massageölen werden Düfte eingesetzt, die aus der Biografie des Betroffenen positive Erinnerungen wecken. Durch ruhige Hintergrundmusik wird eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Zur Anwendung kommen unterschiedliche Massagetechniken und der Einsatz von Massagezubehör wie z.B. Igelbälle und Massagerollen.