Allgemeines zu Sterben und Tod

Sterben und TodDer Tod ist der Verlust der wesentlichen Lebensfunktionen. Der Raum, der zwischen dem Leben und dem Tod liegt, wird Sterben genannt. Ein Mensch wird als klinisch tot bezeichnet, wenn die Atmung und das Schlagen des Herzens aussetzen. Unter Umständen kann dieser Mensch noch reanimiert werden. Deshalb gilt ein Mensch dann als verstorben, wenn auch die Hirnfunktion eingestellt ist. Dies wird als Hirntod bezeichnet.

In unserer Gesellschaft gilt der Tod weitestgehend als Tabuthema. Es werden auch im Sprachgebrauch viele Floskeln und Umschreibungen verwendet. Oft wird eher von einem Übergang ins Jenseits gesprochen oder das Thema ignoriert bis es aktuell ist. Schon Epikur formulierte das so:

„Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Bin ich, ist er nicht. Bin ich nicht, so ist er."

Dabei kann es in manchen Situationen entscheidend sein, schon frühzeitig mit dem Tod umgehen zu können. Sei es um einen Sterbenden begleiten zu können oder aber aus der Endlichkeit des Lebens Lebensfreude zu finden („Wer den Tod nicht fürchtet, hat das Leben verloren"). Auch die sicheren Anzeichen für den Tod sollten allgemein bekannt sein. Als sicher geltende Anzeichen sind die Leichenstarre, Totenflecken und Verwesung, eine EEG-Inaktivität über 30 Minuten und irreparable Verletzungen wie eine Enthauptung.

Doch für die Sterbebegleitung ist ein frühzeitiger Umgang mit dem Thema Tod sinnvoll. Oft ist die Sterbebegleitung zu zweit einfacher, da der Tod etwas Unheimliches an sich hat und Einsamkeit ausstrahlt. Dem Sterbenden hilft oft schon eine gewisse Zuneigung, beispielsweise seine Hand zu halten, die ihm das Gefühl gibt, nicht alleine sterben zu müssen.

In Pflegeheimen sollten sich die Pflegekräfte gemeinsam mit den Angehörigen um den Sterbenden kümmern. Auch ein ambulanter Hospizdienst kann eingeschaltet werden. Dem Sterbenden sollten möglichst die Schmerzen und die Angst genommen werden. Zudem sollte er dabei unterstützt werden, für ihn persönlich wichtige Dinge wie ein Testament oder religiöse Riten durchführen zu können. Für seine letzten Tage sollte dem Sterbenden das Höchstmöglichste an Lebensqualität geboten werden.

Der Tod wird von unterschiedlichen Religionen und Gesellschaftsgruppen anders interpretiert und zelebriert. Im Christentum beispielsweise wird von einer unsterblichen Seele gesprochen, die gegebenenfalls ins Paradies einziehen kann. Oft ist eine Beichte vor dem Tod erwünscht. Auch der Islam glaubt an das Paradies und auch im Judentum ist die Seele unsterblich. Im Buddhismus wird von einem ewigen Kreislauf des Lebens und damit einer Wiedergeburt ausgegangen. Aus diesem Kreislauf aus und ins Nirwana eintreten kann nur, wer sich dem Leben und der Materie entsagt. Auch der Hinduismus glaubt an diesen Kreislauf. Zudem hat gutes oder schlechtes Karma eine übergeordnete Bedeutung.

Die Weltreligionen sehen den Tod allesamt als mehr an als eine Auslöschung des Lebens. Für sie ist es ein Übergang zu etwas Neuem.

 

„Was die Raupe das Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling."

Laotse

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