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Mobilitätshilfen

Menschen mit Handicap müssen dank zahlreicher Mobilitätshilfen nicht an Lebensqualität einbüßen. Nicht nur für mobilitätseingeschränkte Menschen stellen diese eine Erleichterung und die Erhaltung der Eigenständigkeit dar, auch ihre Angehörigen werden auf diese Weise entlastet.

Mobil dank Rollator: Seniorin spaziert mit Enkelin auf Wiese.
© famveldman | Fotolia.com

Bewegung & Mobilität sind für jeden Menschen wichtig. Nur wer sich regelmäßig bewegt, bleibt mobil. Für Menschen zunehmenden Alters ist es von großer Bedeutung, möglichst lange die Mobilität und die damit einhergehende Eigenständigkeit zu erhalten. Alleine die Einkäufe in den gewohnten Geschäften erledigen und ins geliebte Café um die Ecke gehen – es sind die alltäglichen Dinge des Lebens, die Lebensqualität ausmachen. Bewegung fördert Mobilität und mobil sein bedeutet, aktiv am Leben teilzunehmen. Wer aktiv am Leben teilnimmt, kann soziale Kontakte pflegen und sich Lebensfreude erhalten. Diese Mobilität bis ins hohe Alter zu gewährleisten, bedarf einer guten körperlichen Konstitution. Der Grundstein hierfür sollte im Idealfall bereits in jüngeren Jahren gelegt sein. Für Menschen, die körperlich nicht mehr auf Hilfsmittel verzichten können, muss das Umfeld so barrierefrei wie möglich gestaltet werden.

Elektromobile

Wer sich ein Elektromobil anschaffen möchte, muss sich zuerst entscheiden, welches Modell er nutzen möchte. Es gibt Elektromobile, die nur für Innenräume geeignet sind, andere kann man auch draußen nutzen. Neben den gewöhnlichen Elektromobilen gibt es zerlegbare Reise-Scooter, die mit nur wenigen Handgriffen im Kofferraum verstaut werden können. Wer sich etwas luxuriöser fortbewegen möchte, kann dies mit einem gefederten Komfort-Elektromobil tun, das ebenfalls problemlos in einen Kofferraum oder einen Senioren-Fahrstuhl passt. Die üblichen Modelle erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 6 km/h. Spitzenmodelle erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 15 km/h. Ein Vorteil aller Elektromobile ist die hohe Umweltfreundlichkeit, denn sie werden an der Stekdose aufgeladen. Außerdem verursacht der Motor kaum Lärm.

Um ein Elektromobil fahren zu dürfen, ist kein Führerschein nötig. Allerdings benötigt man für jedes Fahrzeug, das schneller als 6 km/h ist, einen Fahrzeugschein, den man im öffentlichen Verkehr mit sich führen muss. Zudem muss ein Mofa-Kennzeichen angebracht werden. Elektromobile mit einer höheren Geschwindigkeit als 6 km/h dürfen auf Straßen fahren, alle anderen müssen auf Geh- oder Fahrradwegen bleiben.

Rollstühle

Unabhängig davon, ob man von Geburt an, durch einen Unfall oder aufgrund von Altersschwäche an einen Rollstuhl gebunden ist, ist es wichtig, das passende Modell zu haben. Allgemein lassen sich Rollstühle im Bezug auf ihren Antrieb unterscheiden. Es gibt solche, die der Rollstuhlfahrer selbst fortbewegt, solche, die von einer anderen Person geschoben werden und solche, die durch einen Elektromotor angetrieben werden. Davon wiederum gibt es Unterarten wie Sportrollstühle, Duschrollstühle oder Aktiv-Rollstühle, die individuell an ihre Besitzer angepasst werden.

Je nach Art des Rollstuhls unterscheiden sich diese vom Preis. Jede Krankenkasse bietet dabei unterschiedliche Leistungen an. Um diese Leistungen beziehen zu können, benötigt man ein ärztliches Attest, woraufhin dann ein Rollstuhl zur Verfügung gestellt wird. Wer ein anderes Modell als das verschriebene wünscht, muss für die Mehrkosten selbst aufkommen. Wie bei Elektromobilen gibt es auch bei Rollstühlen die Möglichkeit, einen Rollstuhl zu mieten, in Raten zu zahlen oder gebraucht zu kaufen.

Gehhilfen und Rollatoren

Rollatoren sind praktische Gehilfen, die den Alltag erheblich erleichtern. Nicht nur für ältere Menschen, sondern auch für Personen, die beispielsweise an Parkinson oder multipler Sklerose erkrankt sind, können solche Gehilfen eine große Stütze sein. Sie zählen zu den von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannten Hilfsmitteln, sodass die Kosten übernommen werden können. Wie bei anderen Mobilitätshilfen gibt es auch bei Rollatoren Unterschiede. Es gibt Rollatoren für drinnen, welche durch schmalere Räder die Fortbewegung in engen Räumen erleichtern, solche für draußen verfügen über luftgefüllte Reifen mit griffigem Profil. Manche Rollatoren lassen sich auch zusammenfalten und können so bequem transportiert werden. Viele dieser Gehilfen sind mit einem Korb ausgestattet, damit man leichtes Gepäck transportieren kann. Außerdem gehören eine Sitzfläche für kleine Ruhepausen und feststellbare Bremsen zur Ausstattung.

Neben Rollatoren gibt es noch Gehstöcke oder Gehgestelle, die die Fortbewegung vereinfachen und ebenfalls bei den Krankenkassen als Hilfsmittel anerkannt sind. Es gibt Gehstöcke, die der zeitweisen Entlastung dienen, anatomische Gehstöcke, solche mit Unterarmstütze und Vierfußgehilfen. Ein Gehgestell ist besonders für Menschen mit erheblichen Einschränkungen zu empfehlen, da es durch die vier Füße stabil ist und einen sicheren Stand bietet. Im Gegensatz zu einem Rollator sind Gehgestelle weniger für die Fortbewegung in der Öffentlichkeit geeignet.

Treppen- und Plattformlifte und Hausaufzüge

Wer in einem mehrstöckigen Haus lebt, die Treppen aber nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen kann, für den bietet sich die Anschaffung eines Treppen- oder Plattformlifts an. Treppenlifte werden nach Maß angepasst und an einer Treppe installiert. Für Rollstuhlfahrer gibt es spezielle Plattformlifte. Beide Lifts sind bequem mit einer Hand steuerbar.

Eine solche Anschaffung ist zwar eine große Erleichterung, bringt allerdings enorme Kosten mit sich. Jedoch gibt es auch die Möglichkeit, eines offenen Zuschusses oder einer Miete. Außerdem bieten viele Firmen eine Treppenlift-Finanzierung an. Dieses Angebot kann sowohl beim Kauf als auch bei der Miete in Anspruch genommen werden.

Eine weitere Möglichkeit für Barrierefreiheit ist der Hausaufzug. Durch platzsparende, innovative Antriebstechniken und der schmalen Kabine stellt der nachträgliche Einbau kein Problem dar. Wer sich für einen Hausaufzug entscheidet, kann je nach Belieben und finanziellen Mitteln zwischen einem maßangefertigten Privataufzug und einem preisgünstigeren Komfortlift, einer senkrecht fahrenden Plattform, wählen. Eine Einschränkung der Mobilität im Alter muss nicht sein, denn mit den richtigen Hilfsmitteln kann diese längstmöglich aufgehalten werden.

 

Unser Angebot zum Thema Mobilitätshilfen im Deutschen Seniorenlotsen


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