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Elektromobile und Kabinenfahrzeuge: Wie Sie mehr Selbstständigkeit und Bewegungsfreiheit erlangen!

Ein Handicap muss heute kein Hindernis bei der Bewältigung des Alltags bedeuten. Je nach Einschränkung der Gehfähigkeit ist ein zu erwartender Tagesablauf nicht immer möglich. Die Alternative: Mobile Fahrzeuge. Diese sind eine enorme Bereicherung des Alltags für Menschen mit Behinderung, die entweder nach einem Unfall oder auf Grund des natürlichen Alterungsprozesses nicht mehr in der Lage sind zu Gehen.

Mehrere Personen fahren hintereinander mit E-Scootern durch den herbstlichen Wald.
© Mobilis GmbH

Rad der Geschichte

Bereits 1300 vor Christus konstruierten die Chinesen unter König Pan Geng eine Art Sessel mit gespeichten Rädern, welches gebehinderten, kranken oder alten Menschen relativ selbstständig bei der Fortbewegung half. Vorbehalten war dieses Gefährt allerdings nur den Reichen im Land.

Im Mittelalter mussten die Menschen einen Weg finden die Kriegsverletzten von der Front in die Heimat zu transportieren und verhalfen sich mit Schubkarren. Viel Beachtung fanden Menschen mit Behinderung in dieser Zeit nicht und wurden meist ihrer Lage selbst überlassen. Nur die Adligen und reichen Gesellschaftsschichten bemühten sich um ihre gebehinderten Mitbürger und bewiesen 1420 Kreativität bei der Herstellung eines Rollstühls mit Seilwinde. Das Gefährt war schwer zu bedienen, erfüllte aber seine Funktion trotz eingeschränkten Wissens hinsichtlich Mechanik und Konstruktion in dieser Zeit.

Mit 22 Jahren litt der Uhrenmachen Stephan Farfler aus Nürnberg an Kinderlähmung und war auf seine Mutter angewiesen, wenn es sonntags zur Kirchenmesse ging. Das motivierte ihn wieder unabhängig den Weg  anzutreten und am Alltag teilzunehmen. Im Jahre 1655 baute er daher einen handgekurbelten Rollstuhl. Dies mag der Ursprung des heutigen Handbikes sein, da seine Konstruktion ziemlich ausgeklügelt und originell für die damalige Zeit war.

Im Laufe der Jahre hat sich der Rollstuhl immer mehr den Bedingungen und Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung angepasst. Zweitausend Jahre später (1865) wurde in Amerika das erste Patent für einen Rollstuhl ausgestellt. Das überdachte Kabinenfahrzeug und der elektrische betriebene Rollstuhl oder auch Elektromobil genannt gab es für Menschen mit Gehbehinderungen bereits Ende der 40er Jahre. 1151 mm breit und 1100 mm hoch war der sogenannte „Fend Flitzer", ein Dreirad welcher Platz für eine Person bot und somit als Vorgängermodell des heutigen Kabinenfahrzeuges dient. Angetrieben wurde es über einen Motor vor dem einzigen Hinterrad. In drei Serien gingen verschiedene Versionen hervor und 1953 wurde von dem Konstrukteur Fritz M. Fend mit dem „Messerschmitt Kabinenroller" ein Einsitzer für Menschen mit Behinderung  konzipiert. Der erste Käufer war ein Querschnittsgelähmter aus Offenbach und so begann die Nutzung des Kabinenfahrzeuges für Menschen mit Handicap. 

Klein, überdacht und genügend Stauraum - Das Kabinenfahrzeug

Gehbehinderungen und eingeschränkte Bewegungsfreiheiten müssen heutzutage kein Hindernis mehr sein beim selbstständigen Gang zum Markt oder Besorgungen im Alltag. Freiheit in der Mobilität ist sowohl für jüngere Menschen mit Handicap als auch für ältere Mitmenschen ein riesen Gewinn. Unterschiedliche Gehbehinderungen bedeuten meist auf Hilfe von Freunden und Angehörigen angewiesen zu sein, um den Weg zum Supermarkt, zu Bekannten oder ins Museum zu meistern.

Unter Umständen ist die Fahrt mit dem eigenen PKW aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich. Mit einem Kabinenfahrzeug können Sie sich daher selbst fortbewegen und sind vor Wind und Wetter geschützt.

Technische Elemente und Ausstattung

Eine regendichte Karosserie und ausgestattet mit Blinker, Scheibenwischer, Hupe Scheinwerfer, Brems- und Rücklicht ermöglichen einen hohen Umfang an Sicherheit und Ausstattung. Der Sitz lässt sich an den Fahrer anpassen und im Heck bietet eine Ablagefläche Platz für Einkäufe oder die Handtasche. Beide Türen können im Sommer abmontiert werden. Bei Bedarf lässt sich für die Wintermonate eine Öl-betriebene Standheizung in den Innenraum einbauen.

Es fährt umweltfreundlich, schadstofffrei und nahezu geräuschlos. Mit einer Geschwindigkeit zwischen 6 km/h und 15 km/h und einer Reichweite von 40-100 km gibt es verschiedene Modelle zur Auswahl. Dies ist abhängig von einer vollständig aufgeladenen Batterie, der Geländebeschaffenheit und dem Gewicht des Fahrers. Das Fahrzeug ist zusätzlich mit einer Federung für einen bestmöglichen Fahrkomfort bei holprigem Terrain ausgestattet. Anhand der Tachoanzeige und dem Bordcomputer kann dem Nutzer die Geschwindigkeit und gefahrenen Kilometer angezeigt werden. Navigationsgeräte gibt es ebenfalls bei manchen Herstellern für das Kabinenfahrzeug (auch Scooter genannt) erhältlich.

Wendiger und Kompakter Rollstuhl - Das Elektromobil

Der demographische Wandel zeigt, dass Menschen auf eine mobile Lösung angewiesen sind wenn das Gehen bei einem natürlichen Altersprozess oder durch einen Unfall stark eingeschränkt ist. Mitunter ist der Geist noch fit, aber die Beine können nicht mehr so wie Sie es von Früher gewohnt waren. Herzkrankheiten können ebenfalls der Grund sein, weshalb von Ärzten das Fahren im Rollstuhl verordnet wird um Belastungen zu vermindern. Elektromobile bieten sich geradezu an, damit der normale Tagesablauf bewältigt werden kann. Jüngere Menschen sind nichtsdestoweniger ebenfalls von Krankheiten wie Multipler Sklerose oder Gehbehinderungen betroffen und auf ein mobiles Mittel zur Fortbewegung angewiesen.
Elektromobile werden daher individuell auf die Bedürfnisse von Betroffenen angepasst. Lassen Sie sich Vorab ausführlich von einem Verkäufer eines renommierten Unternehmens beraten.

Straßenverkehr, TÜV und Versicherung

Die Zulassung für den Straßenverkehr ist mit diesen Fahrzeugen gewährleistet. Sie sind aber an eine gewisse Verordnung gebunden. Unterteilt wird in zwei Kategorien:

Scooter bis 6 km/h benötigen keine Versicherung in Form einer Mofa- oder Moped-Kennzeichnung. Hier greift die private Haftpflichtversicherung. Genutzt werden können diese Fahrzeuge auch im Fußgängerbereich. Einen Führerschein benötigen Sie hierfür nicht. Zulassungsfrei und Steuerfrei können Sie den Scooter fahren. Scooter bis 15 km/h benötigen eine Versicherung in Form einer Mofa-Kennzeichnung. Diese kann der Berater sogleich beim Kauf anbringen. Der Preis für die Versicherung variiert zwischen 50 und 80 EUR pro Jahr inkl. Teilkasko. Die KfZ-Steuer muss nicht entrichtet werden, aber eine freiwillige Jahreswartung durch den technischen Außendienstes ist anstelle einer Hauptuntersuchung beim TÜV möglich.

Kauf eines Elektromobils oder Kabinenfahrzeuges

Wünschen Sie einen Indoor- oder Outdoor Scooter, so sollten bis zu 6500 EURO einkalkulieren, je nach Ausstattung und Anpassung der individuellen Bedürfnisse. Hierzu gehören auch technische Neuerungen wie Deltagriffe für die Einhandbedienung oder die kurvenabhängige Geschwindigkeitsregulierung. Hierzu lassen Sie sich im Fachhandel ausführlich beraten und nutzen die Möglichkeit einer kostenfreien Probefahrt mit einem Elektromobil. Vorort können Sie direkt die Einstellungen am Fahrzeug besprechen und an Ihre Körpergröße, wie auch an Ihre Bewegungsfähigkeit beim Ein- und Aussteigen anpassen.  Der Verkäufer klärt Sie bestenfalls im hohen Maß mit technischem Verständnis über das Fahrzeug auf und weist Sie nach dem Kauf in dieses ausführlich ein.

Informieren Sie sich vorab telefonisch und fragen nach einem Katalog über die verschiedenen erhältlichen Produkte. Im Internet finden sich ebenfalls Hersteller von Elektromobils und Kabinenfahrzeugen über diese Sie ein breites Angebot einsehen. Bei den meisten Modellen können Sie die Farbe und das Design mit auswählen.

Eine Besonderheit bietet der zerlegbare Reise-Scooter mit welchem Sie platzsparend und wenigen Handgriffen beispielsweise in den Urlaub fahren können. Dieser lässt sich problemlos im Kofferraum eines PKWs verstauen oder kann in einen Personenaufzug mitgeführt werden. 

Sollte die Anschaffung für Sie finanziell schwierig sein, so können Sie auf gebrauchte Messefahrzeuge zurückgreifen. Ähnlich wie beim Auto sind diese günstiger.

Unabhängigkeit ist wichtig

Lebensqualität und Lebensfreude steigen bekanntermaßen bei jedem Menschen, wenn Bewegungsfreiheiten zurück gewonnen werden. Und das ist mit Abstand das wichtigste für Menschen mit Handicap. Mit einem mobilen Fahrzeug erleben Sie eine erhebliche Verbesserung Ihrer Mobilität für tägliche Einkäufe oder der Freizeitgestaltung mit Freunden. Viele Elektromobil-Nutzer bestätigen, dass genau dies ihr Leben eigenständiger und umso schöner macht.

Entdecken Sie die Welt um Sie herum neu und erfahren Sie eine andere Form der Ungebundenheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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