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Wie können Hörgeräte der Demenz vorbeugen?

Demenzerkrankungen stellen für die kommenden Generationen eine große Herausforderung dar. Doch wie kann ihnen vorgebeugt werden? Mediziner weisen auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Hörverlust und Demenz hin.

Älterer Herr schaut sich Hörgerät in seiner Hand genauer an.
©Peter Maszlen | fotolia.com

Die Zahl der in Deutschland an Demenz erkrankten Menschen liegt heute bei ca. 1,4 Millionen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels stellt die rasant wachsende Zahl eine enorme Herausforderung für das Gesundheits- und Sozialwesen dar. Trotzdem sind bis heute starke Defizite im Bereich der Ursachenforschung sowie bei der frühzeitigen Diagnose zu beklagen.

Eine aktuelle amerikanische Studie legt jedoch nahe, dass ein Zusammenhang zwischen einem fortschreitenden Hörverlust und der Entwicklung von Demenz bestehen kann. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit von Menschen mit Hörverlust an Demenz zu erkranken um ein Vielfaches größer, als derer mit einem guten Gehör. Bei den Probanden der Studie stieg mit der zunehmenden Schwere des Hörverlustes auch die Demenz-Rate.

Hörverlust und die möglichen Folgen

Die Gefahr ist groß, dass viele der von einem abnehmenden Hörvermögen betroffenen Personen dieses zunächst ignorieren, da es sich um einen schleichenden Prozess handelt, der sich über einen längeren Zeitraum erstrecken kann.

Wird der Punkt erreicht, an dem der Hörverlust so signifikant ist, dass er das Alltagsleben der betroffenen Person beeinträchtigt, droht eine zunehmende soziale Isolation, da schlechtes Hören automatisch zu einer reduzierten Verständigung führt. Auch eine solche Isolation sowie fehlende externe Stimulation kann einen erhöhten Risikofaktor für eine beginnende Demenz darstellen.

Letztendlich ist es gleich, ob die durch einen Hörverlust ausgelöste Belastung für das Gehirn oder die daraus resultierende soziale Isolation für eine beginnende Demenz verantwortlich ist.

Den möglichen Ursachen ließe sich durch den frühzeitigen Einsatz eines Hörgerätes entgegenwirken. Dies könnte dabei helfen, den Verlust der kognitiven Fähigkeiten zu bremsen und eine beginnende Demenz hinauszuzögern oder vielleicht ganz zu verhindern.

Mehr Lebensqualität dank eines Hörgerätes

Neben dem Wunsch einen beginnenden Hörverlust zu kompensieren, könnte ein Hörgerät somit der Prävention einer schwerwiegenderen Erkrankung dienen. Grund genug für hörbeeinträchtigte Patienten sich rechtzeitig über eine passende Hörhilfe zu informieren.

Es gibt heutzutage mehrere Modell-Varianten bei Hörgeräten, die den individuellen Bedürfnissen des Benutzers angepasst werden. Wurde früher gerne auf ein Hörgerät aufgrund der Größe und des damit öffentlichen Eingeständnisses einer möglichen Schwäche verzichtet, spielt diese Argumentation heute keine Rolle mehr. Hörgeräte haben sich zu sehr kleinen Hightech-Produkten entwickelt, die dem Geschädigten ein hohes Maß an Lebensqualität zurückgeben bzw. bewahren können. 

 


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