Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Opernhäuser

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Opernhäuser
Christian-Zais-Str. 3
65189 Wiesbaden

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Allgemeine Informationen

Portrait

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden ist ein Fünf-Sparten-Haus mit vier Bühnen, 3182 Plätzen und über 300.000 Besuchern pro Spielzeit und zählt damit zu den erfolgreichsten Theatern im deutschsprachigen Raum.

Über 70 Produktionen sind in einer Spielzeit zu sehen. Hinzu kommen Gastspiele, Sonderveranstaltungen und Diskussionsrunden mit prominenten Gästen sowie die Internationalen Maifestspiele und ab 2016 die Wiesbaden Biennale.

Intendant Uwe Eric Laufenberg nutzt in der Spielzeit 2015.2016 den ganzen Spielraum, den ein modernes Mehrspartenhaus bietet: ein herausragendes Opernprogramm mit einer Uraufführung, einer Wiesbadener Erstaufführung, spannenden Neuinszenierungen und Neueinstudierungen von Wiesbadener Klassikern, dargeboten von einem Spitzenensemble und hochkarätigen internationalen Gästen.

Im Schauspiel sind 21 Premieren zu erleben - davon acht Uraufführungen und zwei deutsche Erstaufführungen. Das Hessische Staatsballett, als erfolgreiche Kooperation zwischen den Staatstheatern Darmstadt und Wiesbaden, geht in seine zweite Saison und Generalmusikdirektor Zsolt Hamar setzt seine Arbeit mit dem Hessischen Staatsorchester fort.

 

Oper

William Shakespeare und Giuseppe Verdi sind zwei Fixsterne unseres theatralischen Universums. Mit den Opern »Otello« und »Falstaff« beschreiben wir die große Verwandtschaft dieser beiden Genies. Verdis »Otello« eröffnet die Spielzeit in der Oper, Shakespeares »Hamlet« im Schauspiel. Den Abschluss der Saison bildet »Falstaff« in der erfolgreichen Inszenierung von Christian Spuck, die dann zum letzten Mal zu sehen sein wird.

Schauspiel

Glück und Unglück - nur ein einziges von vielen Gegensatzpaaren im hochkomplexen System Familie. Diese »älteste und zugleich einzig natürliche Gemeinschaft«, wie Rousseau sie nannte, vereint auf kleinstem Raum alle Widersprüche unserer Welt:

Ersehnter Rückzugsort häuslicher Gemeinschaft und vorbehaltloser Liebe, Keimzelle neurotischer Störungen und dysfunktionaler Beziehungen oder sogar ein Ort des Schreckens und der Gewalt.

Alles Gesellschaftliche findet hier, im Privatesten, seinen Anfang und kehrt in seinen Auswirkungen unweigerlich dorthin zuruck. In unserem Spielplan folgen wir Aspekten dieses großen Themas, zeigen den im Bann des Vaters stehenden »Hamlet«, folgen mit Alice Munro zwei Elternpaaren an den Ursprung ihres hausgemachten Unglücks und erkunden in »Geächtet«, ob Blut dicker ist als Wasser, Ehebande stabiler als Volks- und Religionszugehörigkeit sind. Mutter, Vater und ganze Familien im Ausnahmezustand bei Brecht und Tracy Letts, verwaiste Kinder bei Kleist und Charlotte Bronte, familiäres Glück und Unglück bei Tschechow, Stefan Zweig und Kafka.

Und bei aller Größe des Themas möchten wir es auch dieses Jahr nicht als eine Überschrift verstanden wissen, die sortiert und beengt, sondern Sie einladen zu einer Spielzeit, die in der Familie ihren gedanklichen Ausgangspunkt hat und von dort aus in unsere Welt schaut.

 

Konzerte

Das Eröffnungskonzert könnte man als »Wiesbadener Konzert« bezeichnen, denn Max Regers »Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart« wurden in dieser Stadt uraufgeführt, Hans Zender ist hier geboren und Johannes Brahms hat seine 3. Sinfonie hier komponiert.

Es findet sich eine Art »Hommage à Paris« mit Werken von Berlioz, Liszt und Franck, und die »ungarische Linie« wird fortgesetzt mit einem weiteren Werk von Béla Bartók, seinem 2. Violinkonzert, das der großartige Geiger Michael Barenboim interpretieren wird. Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, mit Stefan Soltesz und Leon Botstein zwei außergewöhnliche Dirigenten zu verpflichten.

Leon Botstein wird Ihnen ein veritables musikalisches Unikum, Josef Suks selten aufgeführte Sinfonie »Asrael« vorstellen. Im Chorkonzert erklingen zwei wichtige, jedoch ebenfalls selten zu hörende Kantaten - nämlich Mendelssohn Bartholdys »Erste Walpurgisnacht« und Brahms' »Rinaldo« mit Burkhard Fritz in der äußerst anspruchsvollen Tenorpartie.

Im 8. Sinfoniekonzert interpretiert Tzimon Barto Mozarts Klavierkonzert KV 266 und als Schlussstück, gleichsam als Krönung der Saison, führen wir Wagners »Ring ohne Worte« in der Zusammenstellung von Lorin Maazel auf - ohne Worte.

 

Ballett

Ein Jahr Hessisches Staatsballett liegt hinter uns. Ein Jahr im Zeichen tänzerischer Vielfalt, die für uns vor allem Neugierde auf das Neue und das Unbekannte bedeutet. Angetreten mit dem Wunsch, Ihnen eine große Bandbreite unterschiedlicher choreografischer Handschriften nahezubringen, freuen wir uns sehr über Ihren Zuspruch in der vergangenen Spielzeit.

Wir sind glücklich, dass fünf ganz unterschiedliche Choreografen der Einladung gefolgt sind, uns auch in der zweiten Spielzeit in neue Welten zu begleiten und das tänzerische Spektrum des Hessischen Staatsballetts zuerweitern. Das Handlungsballett »Kaspar Hauser« rückt dieses Jahr einen männlichen Protagonisten ins Zentrum - ein Abend, der die Frage nach der Identität des Menschen verhandelt.

Neben all dem möchten wir Sie in der kommenden Saison dazu ermutigen, in einem noch größeren Maß an der Arbeit desHessischen Staatsballetts teilzuhaben: Mit unserem Partizipationsprojekt »Odyssee_21« entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen einen Ballettabend, der sich auf die Suche nach Heimat macht und Sie einlädt, sich aktiv zu beteiligen.

Die Lust auf fremde Welten und der Mut, unsere oft von Grenzen dominierte Lebenswirklichkeit zu überwinden, diese Themen werden uns immer wieder begegnen. Es ist mir eine große Freude, Sie auf diesen Weg mitzunehmen, mit Ihnen neue Sphären zu erkunden und die eine oder andere Grenzerfahrung zumachen.

 


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