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Generation 60plus im Job

Der Ruhestand ist eigentlich – wie das Wort verdeutlicht - zum Ausruhen nach dem Berufsleben gedacht, doch immer mehr Rentner arbeiten. Die Zahl derer stieg in den letzten zehn Jahren deutlich an. Aber woran liegt das? Und wie findet man den passenden Arbeitsplatz?

 

Kaum in der Rente, schon wieder im Büro. Die Generation 60plus zeichnet sich durch Leistungsbereitschaft, langjährig gepflegte Netzwerke, Disziplin, Verantwortung und Krisensicherheit aus. Ein großer Vorteil für Unternehmen, wenn erfahrene neue Mitarbeiter gesucht werden. Sie gehören zu den gefragtesten Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt. Sie sind sogar motivierter als jüngere Mitarbeiter. Während viele ältere Menschen arbeiten müssen, um eine geringe Rente aufzustocken, gibt es auch diejenigen untern ihnen, die gerne arbeiten möchten. Diese wollen sich engagieren und beschäftigen, damit sie nicht in eine drohende Altersdepression verfallen. Und das in den unterschiedlichsten Bereichen: In der Gastronomie, im Einzelhandel, im Handwerk und gar im Bildungssektor trifft man auf arbeitende Senioren. 

Eine neue Arbeitsstelle im Ruhestand zu finden ist nicht immer ganz einfach, denn gerade Rentner stellt dies vor eine größere Herausforderung. Mit der erworbenen langjährigen Erwerbstätigkeit hingegen verfügen sie über ein hohes Maß an Erfahrung, Wissen und Fachkenntnis. Unternehmen wissen das zu schätzen und stellen z.T. diese Bewerber bevorzugt ein als jüngere Kontrahenten.

Tipps für den Jobeinstieg

In einer Berufswelt, die immer stärker auf Technologien wie dem Internet basiert und sich dementsprechend verändert, entstehen neue Berufe während andere Berufsgruppen abebben. Für ältere Menschen kann diese Hürde eine Herausforderung darstellen. Doch mit Weiterbildungsprogrammen an Volkshochschulen oder der Belegung entsprechender Kurse kann Abhilfe geschaffen werden. Viele nehmen an, dass ältere Menschen sich mit dem Internet schwer tun, doch das stimmt so nicht ganz und muss auch nicht so bleiben. In Computer-Kursen werden der Umgang mit den gängigen Office-Programmen und dem Internet erworben, um im Rentenalter diese Kenntnisse ebenfalls zu erwerben. Denn in vielen Berufen werden EDV-Kenntnisse immer häufiger vorausgesetzt. Beginnend mit der Bewerbung, wird diese heutzutage am PC verfasst und per Email oder Online-Formular versendet. Ebenfalls hilfreich sind spezielle Seminare und Kurse zum Thema Bewerbungstipps im Alter.

Ratsam ist es  die Gelegenheit zu nutzen, sich laufend fortzubilden. Ganz gleich ob ein bestimmter Bereich bevorzugt wird oder relevante Kurse für den ausgewählten Beruf belegt werden. Heben Sie auch in einer Bewerbung und im Vorstellungsgespräch die Stärken und Kenntnisse hervor, die Sie im Laufe Ihres Lebens erworben haben. Es ist unnötig sich für sein Alter zu rechtfertigen, vielmehr sollten die Erfahrungen, die bereits durchgeführten Projekte und das große Netz an Kontakten dargelegt werden.

Neben dem Fachkräftemangel, der Unternehmen dazu zwingt auch ältere Menschen einzustellen, tun dies immer mehr Unternehmen freiwillig. Menschen, die früher einmal in dem betreffenden Unternehmen gearbeitet haben, werden halbtags oder für wenige Tage die Woche eingestellt. Diese kennen bereits sämtliche Arbeitsabläufe und verfügen über einen großen Erfahrungsschatz, welchen sie mit den jüngeren Kollegen teilen können. Somit profitieren beide Seiten von diesem Konzept.

Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Laut dem Statistischen Bundesamt hat die Erwerbstätigkeit älterer Menschen in den vergangenen Jahren immer weiter zugenommen. Im Jahr 2014 lag diese bei den 60 bis unter 65-jährigen bei 52,3 % und bei den 55 bis unter 60 Jahre bei 76,9 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 27,2 % (60 bis 65) und 15,8 % (55 bis 60). Unter Anderem auch verbunden mit der Anhebung des Rentenalters. Nichtsdestotrotz sind nach Eintritt der Rente viele wieder in einer Beschäftigung und die Zahl derer steigt.

Es werden daher immer mehr Initiativen gestartet, die der älteren Generation den Neueinstieg ins Berufsleben erleichtern sollen. Ein Beispiel hierfür ist die Bundesinitiative „Perspektive 50plus", die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Auftrag gegeben wurde. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht ältere Menschen zu re-integrieren und einzubinden. Bewirkt wird dies durch Unternehmenskontakte, Direktvermittlung und teilweise auch Praktika. Ältere gleichen den Fachkräftemangel aus und sind neben ausländischen Fachkräften die gefragtesten auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Neue Möglichkeiten mittels Online-Portalen

Auf Online-Portalen, die sich mit dem Thema Arbeit und Alter befassen sind umfangreiche Tipps und Hilfen zusammengestellt für die arbeitende ältere Generation. Es sogar die Möglichkeit sich einen Rentner zu „mieten" bzw. als Rentner seine Dienste anzubieten. Je nach Themengebiet filtern Suchmaschinen auf entsprechenden Online-Portalen die Rentner heraus, die für die gesuchte Tätigkeit in Frage kommen. Hier reichen die Angebote von Näharbeiten über Lebensberatung bis hin zur Autoreparatur. Des Weiteren gibt es auch Webseiten mit dem Titel Granny Au-pair. Dabei handelt es sich um die Vermittlung von Frauen über 50, die als Au-pair-Oma ins Ausland gehen und dort eine Familie bei der Kinderbetreuung unterstützen.

Mittlerweile gibt es einige spezielle Jobbörsen für Mitglieder der älteren Generation – auch auf der Seite des Deutschen Seniorenportals! Schauen Sie auf unsere Auswahl an Jobs für Senioren.

 

 


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