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Liebe & Partnerschaft

Auch im höheren Alter haben Menschen verständlicherweise das Bedürfnis nach Zweisamkeit und Nähe und es gibt keinen Grund, weshalb sie darauf verzichten sollten. Auch für Menschen, die sich nicht in einer festen Partnerschaft befinden, gibt es heute etliche Möglichkeiten, um auch im späteren Lebensabschnitt noch das Liebesglück zu finden.

Verliebtes Paar trinken ein Glas Wein am Kamin im Wohnzimmer.
© goodluz | Fotolia.com

Gründe für ein partnerloses Dasein gibt es viele: manche sind geschieden, der Partner ist verstorben oder sie haben bislang den oder die Richtige/n noch nicht gefunden. Die Liebe sorgt vor allem im Alter dafür, dass man sich jung fühlt, weniger einsam und glücklich ist. Warum also dem Glück nicht nochmal eine Chance geben?

Doch auch Partnerschaften können sich im Alter verändern. Sie basieren oft eher auf einem Gefühl der Geborgenheit und Zuneigung zu dem Partner als auf sexuellem Verlangen. Wie wichtig der Partner ist, kann man an verwitweten Ehemännern erkennen, die nach dem Verlust ihrer Ehefrau oft gravierende Probleme mit ihrem Leben haben. Zudem kann es auch innerhalb einer Partnerschaft zu Schwierigkeiten im Alter kommen.

Einerseits haben sich viele Menschen, nach langen Jahren der Partnerschaft, an die Angewohnheiten des Partners gewöhnt, anderseits kommen diese aufgrund des Alters wieder stärken zum Vorschein oder werden oft stärker wahrgenommen, da im Rentenalter die Partner mehr Zeit miteinander verbringen. Der Lebensalltag ist oft von automatisierten Abläufen bestimmt, die Kinder sind aus dem Haus und es fehlt der Abstand zwischen den Partnern, der erst wieder die Vorfreude aufeinander wecken kann. Deshalb ist es vorteilhaft, den Tagesablauf aus dieser starren Ordnung hinaus kreativ und abwechslungsreich zu gestalten. Auch das Reisen kann für Abwechslung sorgen und so eine Partnerschaft unterstützen.

Sexualität im Alter

Sex im Alter ist ein Thema, das in der Gesellschaft und in den Medien selten diskutiert wird beziehungsweise für das kein öffentliches Interesse zu bestehen scheint. Besonders die Sexualität von Frauen gilt nach der Menopause und damit dem Verlust der Gebärfähigkeit als Tabuthema. Dies führt oft zu Scham und Scheu vor einem offenen Gespräch, selbst mit dem Partner. Gerade Männer scheuen sich zudem bei Potenzproblemen einen Arzt aufzusuchen und werden in vielen Fällen von Versagensängsten geplagt. Zudem sinkt häufig das Selbstwertgefühl sowie Selbstbewusstsein, da man durch das Alter vielleicht nicht mehr dem jugendlich-geprägten Schönheitsideal entspricht.

Körperlich gibt es einige Faktoren, die zu einer verminderten sexuellen Aktivität im Alter führen können. Nach den Wechseljahren kann es bei Frauen durch Östrogenmangel oder eine Krebstherapie mit Bestrahlung des Unterleibs beispielsweise zu Erregungsstörungen oder dem Ausbleiben des Feuchtwerdens der Scheide kommen. Auch bei Männern kann es durch Testosteronmangel oder durch die Einnahme verschiedener Medikamente zu Erektionsproblemen kommen. Zudem lässt oft die Libido, also das sexuelle Verlangen, nach. Doch auch Krankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose und Harninkontinenz sowie Operationen bei Männern und Frauen können das sexuelle Verhalten einschränken.

Entscheidend ist, dass man seinen Körper und seine veränderte Sexualität akzeptiert. Sei es die Akzeptanz des mangelnden sexuellen Verlangens ohne Leistungsdruck oder die Veränderungen des Körpers,  die mit der Zeit entstanden sind. Oder sei es, dass man akzeptiert, dass man noch eine Libido hat und diesen ohne gesellschaftliche Zwänge ausleben möchte. All dies kann zu einer größeren Gelassenheit und somit einem stärkeren Vertrauen zueinander und einem erfüllten Sexualleben führen.

Auch in Pflegeheimen wird die entscheidende Rolle von Zuneigung und auch Berührungen immer mehr erkannt. Den Bewohnern sollte es unbedingt gestattet sein, ihr Liebesleben selber frei zu gestalten. Es entwickelt sich sogar langsam ein Sexualassistenzdienst. Diese Entwicklung ist jedoch noch in ihrer Anfangsphase.

Partnersuche Online

Wer in seiner Umgebung keinen Erfolg bei der Partnersuche hatte oder auch einfach etwas Neues ausprobieren möchte, kann auf Partnervermittlungen oder Singlebörsen im Internet zurückgreifen. Für viele ist dies eine neue beliebte Form der Kontaktaufnahme. Neben klassischen Datingbörsen gibt es auch Portale, die spezielle auf die Partnervermittlung für ältere Generationen ausgerichtet sind. Die erste Kontaktaufnahme auf solchen Portalen erfolgt unkompliziert via Email. Im Vorfeld kann eine Sortierung nach Interessen oder Wohnort stattfinden. Auf diese Weise kann nicht nur die neue Liebe, sondern auch Freundschaften gefunden werden.

Wohnt eine neue Bekanntschaft etwas weiter weg, können Chatprogramme mit Videofunktion zum besseren Kennenlernen genutzt werden. Aber auch für die Aufrechterhaltung des Kontakts zu einem potenziellen Partner können solche Programme nützlich sein. Am überzeugendsten wirkt das persönliche Profil, wenn es die eigenen Vorzüge hervorhebt, ohne zu übertreiben. Persönliche Inhalte und Bilder kommen dabei meist besser an als Hochglanzfotos und falsche Angaben, denn spätestens bei einem Treffen würde man feststellen, ob derjenige ehrlich war oder nicht.

Im Internet sollte jedoch immer mit Vorsicht gesurft werden. Viele Kriminelle nutzen Datingportale und geben sich als jemand aus, der sie nicht sind. Somit versuchen sie an persönliche Informationen, Daten oder auch an Geld heranzukommen. Aus diesem Grund sollte man erst dann einem Treffen mit der Internet-Bekanntschaft zustimmen, wenn man sich über die Identität des Gegenüber wirklich sicher ist.

Partnervermittlungsangebote im Deutschen Seniorenlotsen


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