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Augenvorsorge

Augen sind das Fenster zur Seele – so sagt man zumindest. Doch in der Tat sind unsere Augen trotz ihrer kleinen Größe eines unserer wichtigsten Sinnesorgane. Der Erhalt der Sehkraft ist für ein aktives Leben daher von großer Bedeutung.

Frau beim Augenarzt.
© Tyler Olson | Fotolia.com

Das Auge altert mit

Genauso wie unsere anderen Körperteile und Organe altert auch das Auge. Im Laufe der Zeit verändert sich die Linse und die Netzhaut ist vom Alterungsprozess betroffen. Infolgedessen kommt es zur Verschlechterung der Sehkraft. Oft entwickeln Menschen aufgrund dessen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr die sogenannte Altersweitsichtigkeit. So mancher greift daher zur Lese- oder Gleitsichtbrille. Doch neben diesen harmlosen Alterserscheinungen treten auch schwerwiegendere Augenerkrankungen im höheren Alter vermehrt auf.

Häufige Erkrankungen des Auges

Grauer Star

Zu den häufigsten Augenerkrankungen im Alter gehört der graue Star (Katarakt). Dieser entsteht über Jahre hinweg durch eine langsame Trübung der Augenlinse und wird daher von den Betroffenen oft erst zu spät bemerkt. Erkrankte können Farben und Kontraste zunehmend schlechter erkennen und nehmen die Umwelt nur noch durch einen Schleier wahr. Hinzu kommt oftmals eine erhöhte Lichtempfindlichkeit aufgrund der verzögerten Anpassung des Auges. Da diese Art der Augenerkrankung ohne Behandlung zur Erblindung führt, ist eine Operation unumgänglich. Hierbei wird die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt, was in den meisten Fällen ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Bereits am Tag nach der Operation können sich viele Patienten schon über eine deutliche Besserung der Sehkraft freuen.

Grüner Star

Der Grüne Star, auch Glaukom genannt, bezeichnet die Schädigung des Sehnervs, welche meist auf einen stark erhöhten Augeninnendruck zurückzuführen ist. Infolgedessen kommt es bei betroffenen Menschen durch das Aufquellen der Hornhaut zu gravierenden Sehstörungen. Neben der Einengung des Gesichtsfelds klagen Erkrankte häufig über gerötete Augen, Schmerzen und einer größeren Sensitivität gegenüber Lichtquellen. Auch das plötzliche Auftreten von farbigen Ringen oder Höfen um Lichtquellen herum kann ein Symptom des Grünen Stars sein. Da auch diese Augenerkrankung ohne eine entsprechende Behandlung zur Erblindung führt, muss eine medikamentöse Therapie oder eine Operation erfolgen. Bei der medikamentösen Therapie wird versucht, mittels Augentropfen den Augeninnendruck zu senken. Da diese Methode jedoch nicht bei jedem wirkt, gibt es zusätzlich verschiedene Operationsmöglichkeiten wie beispielsweise die Trabekulektomie, Iridektomie, Drainageimplantation oder auch die Laser-Operation.

Makula-Degeneration

Eine der häufigsten Erblindungsursachen in den westlichen Industriestaaten ist die sogenannte altersbedingte Makula-Degeneration (kurz: AMD). Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung der Augen, bei welcher die Nervenzellen im Bereich des schärfsten Sehens zerstört werden. Aus diesem Grund kommt es bei erkrankten Menschen zu Sehstörungen im zentralen Sichtfeld. Diese können sich auf unterschiedliche Art und Weise äußern. Häufig nehmen Betroffene plötzlich verschwommene Stellen und graue Schatten in der Mitte des Blickfeldes wahr. Auch verminderte Kontraste, verzerrtes Sehen und Lichtempfindlichkeit können Anzeichen einer Makula-Degeneration sein. Da zwei verschiedenen Formen der AMD existieren, kann der zeitliche Verlauf der Erkrankung bei jedem Betroffenen anders sein. Während die Sehschärfe bei der trockenen AMD eher langsam und stetig abnimmt, schwindet sie bei der feuchten AMD dagegen wesentlich schneller. Deswegen ist ein frühzeitiges Eingreifen enorm wichtig. Je nachdem, welche Form vorliegt, kann mit neuesten Medikamenten der Sehverlust gestoppt werden.

Diabetische Retinopathie

Die Diabetische Retinopathie ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus, also des Typ-1-, und Typ-2-Diabetes. Aufgrund der dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerte kommt es bei Diabetikern zu Veränderungen der Blutgefäße, was auch die Gefäße der Netzhaut betrifft. Fett- und Eiweißstoffe lagern sich in den Gefäßwänden an, wodurch diese brüchig werden und platzen. Betroffene Menschen bemerken dies meist durch Gesichtsfeldausfälle und Schleier im Sichtfeld. Wie viele andere Augenerkrankungen wird auch die Diabetische Retinopathie meist erst in einem späten Stadium bemerkt, was für die Behandlung nicht optimal ist. Zwar können Laser- und Kältebehandlungen helfen, doch sollten präventive Maßnahmen hier im Vordergrund stehen.

Wichtige Vorsorgeuntersuchungen für die Augen

Da die frühzeitige Erkennung von Augenkrankheiten entscheidend für den Erfolg der Behandlung ist und vor einer Erblindung schützen kann, empfiehlt sich auch hier der Gang zur regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung. Augenärzte raten daher für den langen Erhalt gesunder Augen vor allem zu folgenden Untersuchungen:

  • Früherkennung des Glaukoms (Grüner Star) ab dem 40. Lebensjahr, für dunkelhäutige Patienten ab dem 30. Lebensjahr, für besonders gefährdete Menschen mit genetischer    Vorbelastung
  • Netzhaut-Untersuchung zur Früherkennung einer Netzhautablösung, für Kurzsichtige jeder Altersklasse jährlich (ab 3 Dioptrien)
  • AMD-Früherkennungsuntersuchung ab dem 60. Lebensjahr zur Verhinderung eines schleichenden Sehverlustes
  • Augen-Check für Verkehrsteilnehmer zur Vermeidung von Gefahrsituationen ab dem 40. Lebensjahr

Vorsorgeuntersuchungen sollten unabhängig von Alter und Vorbelastung für jeden Menschen ein Thema sein, da der Erhalt des Augenlichts im Mittelpunkt steht. Wer sich allerdings noch einmal den Vorteilen gesunder Augen bewusst werden möchte, kann versuchen, sich in einem dunklen Raum zu Recht zu finden. Spätestens dann dürfte den meisten wieder klar werden, wie wertvoll unsere Augen eigentlich sind.

 

 


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