Mehr Lebensqualität durch neue Therapie: Hoffnung für Herzkranke

Bei einer Herzschwäche kann das Herz nicht mehr seine volle Leistung erbringen und den Körper ausreichend mit Blut versorgen. Vor allem ältere Menschen sind davon betroffen: Mehr als zehn Prozent der über 80-Jährigen leiden an der Krankheit. Eine neue Therapie macht den Betroffenen jetzt Hoffnung auf Linderung.

Paar umarmt sich am Strand und blickt lächelnd auf das Meer.
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Wie macht sich eine Herzschwäche bemerkbar?

Einer Herzschwäche, in der Fachsprache Herzinsuffizienz genannt, liegen häufig andere Beschwerden zugrunde: zum Beispiel eine Arteriosklerose (Verkalkung der Herzkranzgefäße), eine typische altersbedingte Gefäßerkrankung. Auch Bluthochdruck kann zu einer Herzschwäche führen – hier erbringt das Herz über lange Zeiträume hinweg eine zu hohe Pumpleistung und wird dadurch langfristig geschwächt. Andere Faktoren, die ebenfalls zu einer chronischen Herzschwäche führen können, sind Herzklappenfehler, Herzmuskelentzündungen und Herzrhythmusstörungen. Ein zusätzliches Risiko bergen Infektionen sowie ein zu hoher Nikotin- und Alkoholkonsum. 

Ist das Herz nicht mehr in der Lage, ausreichend sauerstoffreiches Blut durch den Körper zu pumpen, macht sich das durch Atemnot und Erschöpfungszustände bemerkbar. Auch Wasseransammlungen in Beinen und Füßen sowie der Lunge sind typische Symptome. Je weiter eine Herzschwäche fortgeschritten ist, desto mehr Lebensqualität büßen Betroffene in der Regel ein.

Gezielt therapieren für weniger Beschwerden

Bei der Behandlung einer Herzschwäche werden je nach Ausprägung und Symptomen Medikamente wie Diuretika, Betablocker oder ACE-Hemmer verschrieben. Ist die Krankheit schon sehr ausgeprägt, werden auch Schrittmacher eingesetzt. Zusätzlich gibt es jetzt eine neue Therapie: In einer Studie mit mehr als 8.400 Patienten hat der Wirkstoff LCZ696 sehr gute Ergebnisse gezeigt. Unter seiner Anwendung konnten sowohl die Sterblichkeitsrate als auch die Zahl der Klinikaufenthalte wegen einer Herzschwäche um 20 Prozent gesenkt werden.

Wie ein „Bild"-Beitrag verdeutlicht, vereint die Therapie mit LCZ696 gleich zwei Wirkmechanismen: Ein Hormon erweitert die zu engen Blutgefäße und hilft dem Körper, durch eine Steigerung der Nierendurchblutung zu entwässern. Ein zweiter Inhaltsstoff blockiert Stresshormone, die sonst dazu führen, dass sich die Gefäße verengen.


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