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Wissenswertes für Angehörige

Eine Pflegebedürftigkeit kann sehr plötzlich und unerwartet auftreten. In diesem Fall ist es wichtig, schnell aktiv zu werden und die für den Pflegebedürftigen besten Entscheidungen zu treffen. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die für die unterschiedlichsten Pflegefälle in Frage kommen.

Blonde Frau umarmt ältere Dame, die im Rollstuhl sitzt.
©Michael Jung | fotolia.com

Im Falle einer eintretenden Pflegebedürftigkeit ist es zu allererst wichtig, die zuständige Pflegekasse darüber in Kenntnis zu setzen beziehungsweise einen Antrag auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit zu stellen. Die Pflegekassen beauftragen in diesem Zusammenhang den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), um ein entsprechendes Gutachten zu erstellen. Vor dem Besuch des MDK ist es wichtig, ein detailliertes Pflegetagebuch zu führen, in welchem sowohl der Zeitaufwand als auch die benötigten Hilfestellungen im Alltag des Pflegebedürftigen genau dokumentiert werden.

Sind die Pflegestufe und die Höhe des Pflegegeldes ermittelt, stellt sich die nächste Frage: häusliche Pflege oder Unterbringung in einem Pflegeheim? Hier ist nicht nur die Präferenz des Pflegebedürftigen entscheidend. Es stellt sich auch die Frage, ob die häusliche Pflege durch professionelle Dienste durchgeführt wird oder in ausreichendem Maß von Angehörigen sichergestellt werden kann. Zudem ist auch die Art der Pflege entscheidend, heutzutage gibt es zahlreiche Pflegeformen und Therapiemöglichkeiten. Für die häusliche Pflege steht Pflegebedürftigen nach Beantragung zudem ein monatliches Kontingent an Hilfsmitteln zur Verfügung. Nimmt sich ein Angehöriger der häuslichen Pflege an, kann es zudem sinnvoll sein, eine Pflegezeit in Anspruch zu nehmen, um sich voll und ganz auf die Pflege und Betreuung konzentrieren zu können.

Können sich Angehörige nicht der häuslichen Pflege widmen, muss nicht immer direkt an eine Unterbringung im Pflegeheim gedacht werden. Heutzutage gibt es neben den klassischen Pflegeeinrichtungen ebenfalls alternative Wohn- und Betreuungsformen, die gegebenenfalls in Frage kämen. Neben ambulanten Pflegediensten gibt es beispielsweise noch die 24-Stunden-Betreuung, bei welcher eine Pflegekraft direkt im Wohnumfeld des Pflegebedürftigen untergebracht wird und rund um die Uhr vor Ort ist.

Ist eine Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung unausweichlich, stellt sich die nächste Frage: welches Pflegeheim ist das richtige? Was erwarte ich an Leistungen und Service? Welches Maß an Betreuung wird benötigt? Es lohnt sich, sich im Vorhinein ausreichend zu informieren und sich verschiedene Pflegeeinrichtungen anzuschauen. Gerade im Internet finden sich zahlreiche Informationen sowie Bewertungen sowohl von stationären Pflegeeinrichtungen, als auch von ambulanten Pflegediensten und betreuten Wohnprojekten. So wird jeder gemäß seiner Ansprüche und der zugrunde liegenden Pflegestufe fündig.


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