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Wohnen & Einrichtungen für Senioren

Jeder kennt ihn, den Slogan: Wohnst Du noch oder lebst Du schon? Die bekannte schwedische Möbelkette hat in einem Satz ausgedrückt, womit sich die Wissenschaft unter dem Namen Public Health seit Anfang der 80er Jahre beschäftigt. Dem Einfluss der Wohnsituation auf den Gesundheitsstatus eines Menschen.

Häuserfront: Wohnen & Einrichtungen
©ArTo | Fotolia.com

Dass feuchte Wände, Schimmelbefall oder ein konstant hoher Lärmpegel krank machen können, ist unumstritten. Darüber hinaus  gibt es aber auch viele weitere Faktoren, die maßgeblich daran beteiligt sind, ob sich ein Mensch in seinen vier Wänden wohlfühlt. Manche dieser Faktoren haben einen objektiven Charakter, wie beispielsweise die Größe oder ob ein Gartenanteil vorhanden ist. Andere wiederum sind subjektiv und hängen mit den Ansprüchen der betreffenden Person zusammen. Dabei spielen der Bildungsstand, das damit verbundene Einkommen, die Familienstruktur aber auch das Alter eine entscheidende Rolle. Kinder beispielsweise müssen ihre Wohnsituation als gegeben ansehen, Middle-Ager nehmen, salopp gesagt, was sie finanzieren können und die ältere Generation… Ja wie leben Menschen in der zweiten Lebenshälfte eigentlich? Verändern sich die Ansprüche mit dem Alter?

Gibt es den Wohnraum 50-plus?

Vor 20 Jahren hätten die meisten Leser die Frage wohl noch mit einem verständnislosen Gesichtsausdruck quittiert. Was soll denn Wohnraum 50-plus sein? Damals assoziierten die Menschen mit Wohnen eher Begriffe wie „Energiesparen“ oder „Eigenheimzulage“, was sich in der Statistik als Bauboom der 90er Jahre widerspiegelt. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts stehen, neben dem ungebrochenen Wunsch der Deutschen, Eigentum zu besitzen, vor allem für die zweite Lebenshälfte, weitere Konzepte hoch im Kurs. Hinter barrierefreies Bauen, Wohnen mit Service, Premium-Wohnen oder Wohngemeinschaften für Senioren verbergen sich Lösungsansätze, die sich den wandelnden Bedürfnissen und der veränderten Gesellschaftsstruktur anpassen. 

Profitgier oder Innovation?

Laut einer Verbraucherstichprobe des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2008 geben Haushalte, in denen bereits Rente bezogen wird (ab 55 Jahren), etwa ein Drittel ihres Nettoeinkommens für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung aus. Bei einem durchschnittlich, ausgabefähigen Nettoeinkommen von 2200€ pro Haushalt, macht das ca. 730€. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Stichwortsuche Wohnen und Leben im Alter bei Google auf 531.000  Ergebnisseiten führt. Die Best-Ager sind, wie bereits im Artikel Lifestyle & Reisen ausführlich beschrieben, auch oder gerade in Bezug auf die Frage nach dem optimalen Wohnraum, die neuste Entdeckung profithungriger Kaufleute. Auch der Printbereich ist voll von Ratgebern über Wohnformen, Wohnraumanpassung und Checklisten für optimales Wohnen im Alter. Wie aus dem Nichts tauchen sogenannten Experten auf, die scheinbar über Nacht die Qualität von Pflegeheimen oder betreuten Wohnformen beurteilen können. Es wird zertifiziert, prämiert und gelistet, was das Zeug hält. Grundsätzlich ist diese Entwicklung sehr wichtig und nicht jede Zertifizierung ist unseriös. Dem Interessenten sei an dieser Stelle aber geraten, sich ausreichend zu informieren, zu vergleichen und sich am besten vor Ort ein eignes Bild zu machen. Viele Einrichtungen bieten beispielsweise ein Probewohnen an.  

Wohnen wie es gefällt - aber was gefällt denn eigentlich?

Die bundesweite Entwicklung geht klar in Richtung Singularisierung. Was bei der jüngeren Generation meist ein selbst gewählter Lebensstil ist, kann bei Älteren zur sozialen Isolation führen und in die Vereinsamung treiben. Durch die oben erwähnten innovativen Ansätze kann dies künftig verhindert werden. Wer zu Hause wohnen möchte, findet ausgeklügelte und zum Teil subventionierte Konzepte, die einen barrierefreien Zugang zur, aber auch innerhalb der Wohnung gewährleisten.  

Senioren, die über ausreichende Mittel verfügen, stehen sogenannte Premium-Einrichtungen zur Wahl, die alles bieten, um sich einen luxuriösen Lebensabend zu gestalten. Die Geselligen unter den Best-Agern können sich, wie zu Studentenzeiten, in einer WG zusammenfinden, die neben einer Gemeinschaft bei Bedarf auch Betreuung anbietet. Oder wie wäre es mit einem Leben unter Palmen? Ob Spanien, die Türkei oder die USA, der Trend der Deutschen im Ruhestand ins Ausland auszuwandern nimmt stetig zu. Eine für sich geeignete Wohnform zu finden ist sicher nicht ganz einfach. Von Vorteil ist es daher, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen und die Entscheidung nicht erst dann zu treffen, wenn bereits die Notwendigkeit besteht. Denn eine Wohnraumanpassung oder ein Umzug sind auch immer mit Kosten und emotionalen Unsicherheiten verbunden.

Die hier vorgestellten Lösungsansätze sollen zeigen, dass das Klischee der Sammelstelle Altenheim nicht mehr zeitgemäß ist.  Wer heute schon an morgen denkt – kann wohnen, wie es gefällt! 


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