Anzeigensonderveröffentlichung

Die „24-Stunden-Pflege" – zwischen Etablierung und Skepsis

In den nächsten Jahren wird im Bereich häusliche Pflege viel passieren. Vor allem die Politik ist in der Pflicht, für bessere Versorgungsmöglichkeiten im Alter zu sorgen. Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz erleichtert der Gesetzgeber bereits die Einbindung ausländischer Pflegekräfte und auch deren Finanzierung. Durch die Erhöhung des Pflegegeldes werden hoffentlich bald mehr Menschen die Möglichkeit haben, eine Pflege zu Hause zu organisieren.

Pflegekraft und ältere Dame halten sich die Hände.
© OcskayMark | fotolia.com

Verbandsarbeit für besseres Verständnis der „24-Stunden-Pflege"

Gleichzeitig besteht hinsichtlich der Pflege in häuslicher Gemeinschaft (der sogenannten 24-Stunden-Pflege) noch viel Handlungsbedarf. Denn obwohl immer mehr ausländische Betreuungskräfte in Deutschland tätig sind und wertvolle Arbeit leisten, haben sowohl Pflegekräfte als auch Vermittlungsagenturen einen schlechten Ruf. Und in der Tat gibt es einen hohen Regulierungsbedarf. Es sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass es bereits einen seriösen und etablierten Teil dieser Branche gibt.

Dieser ist vor allem im Verband für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP) organisiert und arbeitet daran, das Verständnis für die „24-Stunden-Pflege" durch ausländische Pflegekräfte bei Politik und Öffentlichkeit zu verbessern. Der Skepsis in der Gesellschaft begegnet der VHBP unter anderem mit Qualitätsmaßstäben, denen sich die dort organisierten deutschen Vermittlungsagenturen verschrieben haben. Anbieter wie die SunaCare GmbH gehen mit gutem Beispiel voran und etablieren Transparenz und Fairness. In Zukunft wollen SunaCare und der VHBP noch stärker Überzeugungsarbeit leisten, um eine größere Akzeptanz für ausländische Pflegekräfte in der Gesellschaft zu schaffen.

Das überholte Modell des Generationenvertrags

Ein erschwerender Umstand ist, dass in Deutschland nach wie vor der Generationenvertrag hochgehalten wird. Was vorrangig eine Umschreibung dessen ist, dass die Jüngeren die Rente der Älteren finanzieren, erstreckt sich auch auf die Pflege. In seiner hier konkretisierten Form wird seine Anwendung jedoch problematisch. In einem Bericht zur Zukunft des Generationenvertrags nennt das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung diesen eine „idealtypische Beschreibung der Generationenbeziehungen in einer Gesellschaft ohne eine institutionalisierte Altersversorgung". Das sei in Deutschland jedoch lange nicht mehr der Fall. Hier wurde 1957 die gesetzliche Sozialversicherung eingeführt und „übertrug damit das Prinzip der Altenversorgung aus dem familiären Generationenvertrag auf die Kollektivebene". Das heißt, nicht die Familie ist primär für die Versorgung der älteren Generationen verantwortlich, sondern das ist eine gesellschaftliche Aufgabe.

Frauen immer noch in der Pflegepflicht

Die Umverteilung in der Pflegeversicherung funktioniert genauso wie die Umverteilung bei den Renten. Doch hier greift die Vorstellung vom Generationenvertrag noch weiter. Die Vorstellung, Pflege muss allein von jüngeren Familienmitgliedern geleistet werden bedeutet, gekoppelt mit einem veralteten Familienmodell, dass vor allem Frauen in der Verantwortung für die Pflege von Angehörigen gesehen wurden. Der AOK Pflegereport 2016 nennt immer noch die „steigende Bedeutung von Frauenerwerbstätigkeit" als eines der Probleme der Pflege. Ein Pflegereport der Krankenkasse DAK von 2015 hingegen gibt an, dass die Pflege von Angehörigen immer noch zu einem Großteil von deren weiblichen Familienmitgliedern geleistet wird. „Neun von zehn pflegenden Angehörigen sind Frauen", heißt es dort. Und: „Im Schnitt sind mehr als die Hälfte aller pflegenden Angehörigen von psychischen Leiden betroffen." Die körperliche und seelische Belastung ist ohne Hilfe schwer zu bewältigen. Ein Drittel der pflegenden Frauen sei obendrein berufstätig. Hier wird die Pflege durch Frauen im familiären Umfeld also eher als Problem gesehen, dass selbst einer Lösung bedarf.

Im AOK-Bericht wird die Pflege hingegen immer noch als „Sorgearbeit" angesehen, die von den Familien zu leisten ist. Der Bericht schlussfolgert, dass das Problem der mangelnden Versorgung durch Familien und speziell Frauen nun durch „irregulär beschäftigte Haushaltshilfen" gelöst wird. Dadurch würde die „Sorgearbeit umverteilt". Der Einsatz ausländischer Pflegekräfte wird größtenteils nicht als Lösung, sondern als Problem verstanden, da angenommen wird, dass diese Branche hauptsächlich in der Illegalität operiert und Ausbeutung an der Tagesordnung ist. Dennoch bezeichnet auch der AOK-Bericht die Pflege durch ausländische Kräfte als „Wachstumsmarkt", für dessen Funktionieren bessere Bedingungen geschaffen werden müssen.

Gesetzliche Richtlinien sollen für Klarheit bei der „24-Stunden-Pflege" sorgen

Genau daran arbeitet der VHBP. Denn die Branche will sich als legitime dritte Säule der Pflegeversorgung etablieren - neben Altersheimen und Pflegediensten. Die Lücke in der Pflegeversorgung ergibt sich nämlich vor allem durch die Kombination aus Pflegekräftemangel, steigenden Zahlen Pflegebedürftiger und den in die Jahre kommenden geburtenstarken Jahrgängen. Ohne ausländische Pflegekräfte wird sich die Pflege in Zukunft vermutlich gar nicht bewältigen lassen. Doch nur, wenn ihre Arbeit transparent und fair gestaltet ist, werden ausländische Pflegekräfte sinnvoll eingesetzt werden und sich die Branche entwickeln und etablieren können. Der VHBP setzt sich dafür ein, dass klarere gesetzliche Grundlagen für die Arbeit von ausländischen Pflegekräften geschaffen werden und damit Möglichkeiten für weitere finanzielle Unterstützung. Ist die Branche erst einmal etabliert, wird die „24-Stunden-Pflege" den Teil des idealtypischen Generationenvertrages ermöglichen, der am wichtigsten ist: dass ältere Menschen zu Hause gepflegt werden. Denn nicht ins Heim zu müssen und in den eigenen vier Wänden in vertrauter Umgebung umsorgt alt werden zu können ist das, worauf es ankommt. Wer genau die Pflege übernimmt, muss die Gesellschaft in den nächsten Jahren neu aushandeln und ausländische Pflegekräfte werden ein wichtiger Bestandteil dieser Entwicklung sein.

SunaCare bietet die seriöse Vermittlung qualifizierter und legal angestellter Pflegekräfte aus dem osteuropäischen Ausland – lassen Sie sich ein Angebot machen.

 

Quelle: SunaCare
Anzeigensonderveröffentlichung

Suchmodule