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Pflege von Angehörigen mit Inkontinenz

Wenn ein geliebter Mensch pflegebedürftig wird entscheiden sich Angehörige häufig für die Pflege zuhause, ungern gibt man seine Liebsten in fremde Hände. Dennoch ist die häusliche Pflege anstrengend und belastet nicht selten die Beziehung zwischen Pflegenden und Angehörigen. Familienmitglieder stehen sich meist nahe und teilen viele Erinnerungen miteinander. Sich vor den Pflegenden aber unbeholfen und pflegebedürfig zu zeigen empfinden viele Betroffe als unangenehm und als Eingriff in die Intimsphäre. Das Verhältnis kann dadurch stark belastet werden, Spannungen lassen sich nicht immer vermeiden. Daher wird von pflegenden Angehörigen eines Familienmitgliedes mit Inkontinenz ein besonders ausgeprägtes Einfühlungsvermögen gefordert, um zu verhindern, dass die Beziehung unter dieser anspruchsvollen Situation leidet. Wenn pflegende Angehörige darauf bedacht sind, die Intimsphäre der Betroffenen zu jeder Zeit zu wahren, trotz der ständigen körperlichen Nähe, können einige Abläufe entspannter für beide Seiten durchgeführt werden.

Enkelin geht mit ihrer Oma, die im Rollstuhl sitzt, an der frischen Luft spazieren.
© highwaystarz | Fotolia.com

Respektieren Sie die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen

Die Beachtung folgender Verhaltensregeln hilft dabei:

  • Sachlich über die persönliche Hygiene sprechen und das Gegenüber ernst nehmen.
  • Die Inkontinenz des Pflegebedürftigen nicht bei Anwesenheit anderer ansprechen. Das heißt nicht, dass mit dem Problem nicht offen umgegangen werden soll, doch Diskretion ist für viele Betroffene sehr wichtig.
  • Zeichen der Inkontinenz, wie Inkontinenzmaterial möglichst diskret verstauen, Vorlagen und ähnliches nicht offensichtlich liegen lassen.
  • Betroffene nicht bei offener Tür auf der Toilette sitzen lassen.
  • Durchnässte Wäsche schnellstmöglich an einen diskreten Ort befördern und sobald wie möglich waschen.
  • Die Intimpflege zügig, aber nicht hektisch vornehmen.
  • Einmalhandschuhen tragen, nicht nur aus hygienischen Gründen sondern auch um die Intimsphäre des Pflegebedürftigen zu wahren.

Es empfielt sich außerdem feuchte Wäsche des Betroffenen sofort zu waschen, auch wenn es nur ein paar Tropfen sind. Genauso sollte regelmäßiges Lüften zur Gewohnheit werden, da ein permanenter Uringeruch weder für den Pflegenden noch den Pflegebedürftigen angenehm ist.

Zum Wohle des Betroffenen und des pflegenden Angehörigen sollte überlegt werden, ob eine Pflegekraft zur Unterstützung der Familie engagiert werden kann. Eine Pflegekraft würde den Angehörigen die Möglichkeit geben, öfter eigenen Interessen nachzugehen und für einige Stunden das Haus verlassen zu können. Das Anstellen einer professionellen Pflegekraft wird jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen, was die Familie mit zusätzlichen Kosten belastet. Die Pflegekraft sorgt aber meist nicht nur für eine Entlastung des Pflegendens, sondern bietet diesem auch die Möglichkeit sich mit anderen austauschen und Erfahrungen teilen zu können.

Inkontinenz in der Pflege

Wenn der Angehörige inkontinent ist, empfiehlt es sich für den Pflegenden, sich mit den aktuellen Inkontinenzprodukten auseinanderzusetzen. Die Wahl der richtigen Einlage, Pants oder Windel ist entscheidend für die Wirksamkeit des Produkts. Beraten können hier der Arzt oder markenunabhängige Unternehmen, die sich auf den Service im Inkontinenzbereich spezialisiert haben. Viele Unternehmen bieten eine Online- oder Telefonberatung an um die korrekte Einstufung der Inkontinenzform vorzunehmen. Hier können Sie kostenlose Inkontinenzmuster bestellen.

Quelle: myKomfort ­ Eine Marke der Sanubi GmbH
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