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Alternative Wohnformen im Alter: Ausgefallene Konzepte für den Lebensabend

Es muss nicht immer die Seniorenresidenz oder das Altenheim sein. Viele Senioren setzen auf alternative Wohnformen im Alter, um den schwerer werdenden Alltag meistern zu können. Ob Ruhestand im Ausland, Senioren-WG oder Wohnen für Hilfe – die Zahl der alternativen Wohnformen fürs Alter steigt. Ein Überblick über ausgefallene Wohnkonzepte.

Alternative Wohnformen im Alter, Ruhestand im Ausland.
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Ruhestand im Ausland

Viele Senioren entscheiden sich, ihren Ruhestand im Ausland zu verbringen. Weil ihr Geld in einigen Ländern mehr Wert ist als zu Hause, hoffen sie, sich eine bessere häusliche Pflege leisten zu können beziehungsweise generell mehr Kaufkraft zu haben. Der Auslandsruhestand als alternative Wohnform im Alter sollte aber gut geplant werden:

  • Wunschland: Senioren sollten das Land, in dem sie ihren Ruhestand verbringen möchten, zuerst gut kennenlernen und sich mit den Regeln und der Mentalität der Bewohner vertraut machen. Erst wenn sie sich sicher sind, ihr Traumland für den Ruhestand gefunden zu haben, sollten sie dort eine Wohnung suchen. Hier finden Sie schnell passende Miet- und Kaufangebote im Ausland.
  • Rente: Die Rente kann in jedes Land der Welt überwiesen werden, doch die Überweisungskosten tragen die Rentner selbst. In seltenen Fällen kann die Rente im Ausland niedriger ausfallen als es in Deutschland der Fall wäre, beispielsweise wenn Rentenansprüche aufgrund einer Auslandstätigkeit im Ausland erworben wurden. Auch bei der Riester-Rente ist Vorsicht geboten: Verlegen deutsche Rentner ihren Wohnsitz in ein Land außerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), müssen sie die staatliche Förderung für die private Rentenversicherung vollständig zurückzahlen. Und gerade die macht einen erheblichen Teil der Rendite aus. Allerdings wird die Riester-Rente dann in Deutschland nicht mehr besteuert. Zuerst sollten sich Senioren ausführlich bei ihrer Rentenversicherung beraten lassen.
  • Steuern: Seit dem Jahr 2005 besteuert der Staat deutsche Renten. Damals waren es noch 50 Prozent der Einkünfte. Doch der Anteil wächst jedes Jahr um zwei Prozentpunkte. Wer 2016 seine Rente beantragt, muss bereits für 72 Prozent der Alterseinkünfte Steuern zahlen – egal, ob er seinen Wohnsitz im Inland oder im Ausland hat. Auslandsrentner gelten zudem als „beschränkt steuerpflichtig". Das klingt zwar schön, heißt aber: Der innerhalb Deutschlands übliche Grundfreibetrag entfällt für sie sowie auch das Ehegattensplitting. Mit einigen Ländern gibt es jedoch Doppelbesteuerungsabkommen, um doppelte Steuerzahlungen zu vermeiden. Diese Abkommen entziehen Deutschland das Besteuerungsrecht. Daher gilt es, sich zu erkundigen, ob ein solches Abkommen mit dem Wunschland besteht.
  • Krankenversicherung: „Wer im Ruhestand in ein Land außerhalb Europas, des Europäischen Wirtschaftsraumes oder außerhalb eines Staates, mit dem ein Sozialversicherungsabkommen existiert, zieht, verliert seine deutsche Krankenversicherung", warnt Ann Marini, stellvertretende Pressesprecherin des GKV-Spitzenverbandes. Innerhalb der genannten Regionen bleibt der deutsche Krankenversicherungsschutz bestehen. Voraussetzung ist, dass man ausschließlich eine deutsche Rente erhält und im Wohnstaat keinen Rentenanspruch hat. Allerdings beziehen sich die Leistungen auf die Vorschriften des Landes, in dem der Wohnsitz liegt. „So können sie im Vergleich zu Deutschland merklich eingeschränkt sein", betont Marini. Mit der Pflegeversicherung ist es ähnlich: Solange Auslandsrentner in Deutschland krankenversichert bleiben, bleibt auch die Pflegeversicherung bestehen. „Im Ausland können deutsche Rentner jedoch ausschließlich Pflegegeld beziehen, keine Sachleistungen wie in Deutschland", sagt Marini. Wird der Wohnsitz in ein Land außerhalb der EU/EWR verlegt und es gibt kein Sozialversicherungsabkommen mit dem Land, endet die deutsche Pflegeversicherung. Wer seinen Ruhestand im Ausland verbringen möchte, sollte sich also gut bei seiner Krankenkasse über die Rechtsfolgen informieren.

Wohnungen im Ausland finden

Senioren-WG – eine beliebte Wohnform im Alter

Eine weitere alternative Wohnform fürs Alter ist die Senioren-Wohngemeinschaft. Sie findet in der Bevölkerung immer stärkeren Anklang. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Bewohner teilen sich die Wohnkosten, unterstützen sich gegenseitig im Alltag und können gemeinsam einen ambulanten Pflegedienst oder eine Haushaltshilfe organisieren. Zudem haben die WG-Mitglieder eine Gruppe von Menschen um sich, mit denen sie sich unterhalten und ihre Zeit verbringen können. Das ist besonders für verwitwete Personen wichtig oder für Senioren, deren Familie weit entfernt lebt.

Wer auf eigene Faust eine Senioren-WG gründen möchte, muss zuerst eine geeignete Wohnung und passende Mitbewohner finden. Das Domizil sollte idealerweise barrierefrei sein, damit die Bewohner im hohen Alter und bei eingeschränkter Mobilität dort selbstständig leben können. Zudem ist es wichtig, dass sich Supermärkte, Apotheken, Ärzte und öffentliche Verkehrsmittel in der unmittelbaren Umgebung befinden. Senioren-WG-Gründer finden geeignete Mitbewohner durch Immobilienanzeigen im Internet, Zeitungsinserate und Aushänge.

Alternative Wohnformen im Alter, Senioren-WG.
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Auch der Staat hat mittlerweile den Bedarf an alternativen Wohnformen im Alter erkannt und fördert Senioren-WGs. Voraussetzung: Es müssen mindestens drei Personen mit Pflege- und Betreuungsbedarf zusammenleben, die von mindestens einer Pflegekraft betreut werden. Die Pflegeversicherung unterstützt diese WG-Gründungen mit bis zu 2.500 Euro pro Bewohner, aber nicht mehr als 10.000 Euro pro Gruppe. Wenn die Senioren-WG barrierefrei umgebaut werden soll, können die Bewohner sogar eine Förderung bis zu 16.000 Euro pro Wohngemeinschaft beantragen. Der Neubau wird nicht gefördert. Zusätzlich bekommt jeder WG-Bewohner ab Pflegestufe Null eine monatliche Pauschalzahlung von 205 Euro für die Organisation der Pflege.

Immobilienanzeige aufgeben & Mitbewohner finden

Einfacher als die Neugründung ist es, in eine bestehende Senioren-WG zu ziehen. Interessierte finden private WGs in einschlägigen Immobilienportalen. Dort können sie nach einem WG-Zimmer in ihrer Wunschstadt suchen und das Suchergebnis nach Zimmergröße, Mietpreis, Anzahl der Mitbewohner und weiteren Kriterien eingrenzen.

Jetzt WG finden

Wohnen für Hilfe

Rüstige Senioren, die im Alltag nur kleine Hilfeleistungen benötigen, sollten sich über das Konzept „Wohnen für Hilfe" informieren. Es wird in mehreren Städten über unterschiedliche Träger organisiert. Wer zu Hause ein Zimmer frei hat, kann es an einen jungen Menschen, beispielsweise einem Studenten, vermieten. Aber nicht gegen Geld, sondern gegen Hilfeleistungen im Alltag wie Einkaufen, Gartenpflege, Haushaltsdienste oder gemeinsame Unternehmungen. Dieses Konzept kommt dem Senioren und dem jungen Helfer gleichermaßen entgegen. Der Senior erhält Ansprache und Hilfe, der Helfer wohnt kostenfrei und hat lediglich die Nebenkosten für Gas, Wasser und Strom zu tragen.

Beim Wohnen für Hilfe gilt folgende Faustregel: Pro Quadratmeter Wohnraum muss der Mieter eine Stunde Hilfe im Monat leisten. Bei einem Zimmer mit 14 Quadratmetern Wohnfläche bekäme der Vermieter also 14 Stunden Hilfe pro Monat. Menge und Art der Hilfe vereinbaren die Beteiligten individuell. Pflegeleistungen sollten jedoch ausgenommen werden, weil der Mieter in der Regel keine entsprechende Ausbildung hat und die Verantwortung zu groß wäre.

Neben den hier vorgestellten Konzepten gibt es noch viele weitere alternative Wohnformen fürs Alter. Welche davon die Richtige ist, muss jeder mit sich selbst ausmachen.

 

Quelle: Immowelt AG
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