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Treppen und Schwellen barrierefrei gestalten

Die Möglichkeiten für ein Leben ohne Barrieren sind vielfältig und individuell. In vielen Fällen wird der Umbau sogar subventioniert.

Treppen und Schwellen in der eigenen Wohnumgebung werden für viele Menschen mit Gehbehinderung zu beinahe unüberwindbaren Hindernissen und fesseln sie mitunter ans Haus. Arzttermine, Besuche bei Freunden und Verwandten - oder allgemein die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben - können nur mit größter Mühe wahrgenommen werden und bedürfen häufig aufwendiger Organisation.

In den meisten Fällen könnte aber eine einfache Rampe schon Abhilfe schaffen. Rampen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, je nach Verwendungszweck und örtlichen Gegebenheiten. Es gibt mobile Rampen für den Einsatz an verschiedenen Orten und fest montierte Rampen zur Überwindung einer bestimmten Hindernissituation.

Schwellenrampe aus Metall.
© Lehmann

Schwellenrampen werden zur Überwindung von Türschwellen und Balkonübergängen bis 5 cm Höhe eingesetzt. Davon gibt es einteilige und mehrteilige Versionen, die entweder fest montiert sind oder zeitweise zum Schließen der Tür entfernt werden müssen.

Stufenrampen helfen bei der Bewältigung von 2 - 3 Treppenstufen (je nach Höhe) und sind für den lokalen Einsatz vorgesehen. Sie können bei Bedarf bewegt werden, aber auch eine Fixierung ist möglich. Die gängige Breite von 80 cm und Länge von 100 - 290 cm ist sowohl mit dem Rollstuhl als auch mit dem Rollator gut zu befahren. Die maximale Belastbarkeit liegt bei 250 kg.

Profilrampe aus Metall.
© Lehmann

Profilrampen decken die Einsatzbereiche ab, für die einfache Stufenrampen nicht mehr infrage kommen, z.B. wenn eine größere Anzahl von Stufen überbrückt oder Podeste integriert werden müssen. Bei großen Höhendifferenzen werden sie u.a. mit Geländern ausgerüstet. Diese Rampen benötigen viel Platz und werden zumeist nur im Außenbereich montiert. Sie weisen eine höhere Belastbarkeit auf und lassen sich gleichermaßen gut befahren und begehen.

Schienenrampen stellen die mobile Variante der Rampen dar. Sie bestehen - im Gegensatz zu den vorgenannten Rampenarten - aus zwei separaten Fahrspuren. Durch das geringere Gewicht sind sie schnell auf- und abgebaut. Die kürzeren einteiligen Ausführungen lassen sich auf jeden Fall überall gut verstauen oder im Auto transportieren.

Teleskoprampe an einem großen Auto.
© Lehmann

Sind längere Formate erforderlich, werden zunehmend Teleskoprampen verwendet. Sie sind ideale Reisebegleiter, weil sich das leichte Aluminiumprofil auf ein handliches Format zusammenschieben lässt. Es gibt sie in Längen von 70 - 300 cm bei einer Belastbarkeit bis über 250 kg. Trageschlaufen erleichtern den Transport.

Mit einer passenden Rampe wieder unter Menschen kommen

Bei Auswahl der richtigen Rampe empfiehlt sich in jedem Fall eine Beratung durch Fachpersonal, z.B. aus dem Sanitätshaus Ihres Vertrauens. Denn nur eine korrekte Berechnung der notwendigen Rampenlänge garantiert, dass die Steigung für die Betroffenen oder deren Helfer noch zu bewältigen ist.  Bei mehr als 12% Steigung ist eine weniger kräftige Person häufig schon überfordert, bei mehr als 20% kommen oft noch technische Probleme hinzu, wenn die Fußrasten aufsetzen oder der gesamte Rollstuhl zu kippen droht. So ist beispielsweise bei einer Stufe mit 20 cm Höhe bereits eine 170 cm lange Rampe erforderlich, damit die 12% Steigung durch eine schiebende Person gut zu überwinden ist.

Der Fachmann wird vor Ort alle relevanten Daten aufnehmen und feststellen, ob für die Verwendung einer Rampe auch genügend Platz vorhanden ist oder eine andere Lösung gefunden werden muss.

Kostenübernahme

Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist nicht einheitlich geregelt. Es lohnt sich daher, bereits im Vorfeld bei der zuständigen Kasse nachzufragen, ob und in welchem Umfang eine Rampe von der Kasse bezuschusst wird. Vorausgesetzt,  dass die ausgewählte Rampe eine Hilfsmittelverzeichnisnummer besitzt (d.h. die Rampe ist bei den Kassen als zugelassenes Hilfsmittel gelistet) und ein Arzt sie verordnet hat.

In einigen Fällen könnte auch die Pflegekasse der richtige Ansprechpartner sein.  Im Rahmen der sog. „wohnumfeldverbessernden Maßnahmen" kann dort ein Betrag von bis zu € 4.000,-- für Umbaumaßnahmen beantragt werden. Der Pflegebedürftige hat dabei einen Eigenanteil von 10% der Kosten, für die Umbaumaßnahme zu tragen.

 

 

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