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Pflege von Angehörigen

Die derzeit steigende Lebenserwartung und die sich verändernde Altersstruktur führt dazu, dass es immer mehr pflegebedürftige Menschen gibt. Aber was, wenn man seine Lieben nicht aus den Händen geben möchte?

Alter Mann streichelt die Wange seiner Frau.
© Halfpoint | Fotolia.com

Menschen, die ihre Angehörigen selbst zu Hause pflegen möchten, stehen oftmals vor einer großen Herausforderung. Bin ich überhaupt für die Pflege geeignet? Welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es?  Wie lässt sich das alles finanzieren? Doch gibt es viele Wege sich Hilfe zu holen und auch der Gesetzgeber hat auf den demographischen Wandel reagiert.

Rat und Hilfe

Wer sich selbst um seine pflegebedürftigen Angehörigen sorgen möchte, bedarf zwar keiner speziellen Ausbildung, doch sind Informationen und Schulungen in solchen Fällen sehr hilfreich. Eine Anlaufstelle für Betroffene sind Pflege- und Krankenkassen. Sie bieten entweder selbst kostenfreie Beratungen zum Thema Pflege und Pflegebedürftigkeit an, oder vermitteln spezielle Beratungsdienste, an die man sich mit rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen wenden kann. Solche Beratungen sind persönlich, telefonisch oder auch per Mail möglich.

Außerdem stehen diesen Menschen auch Online-Schulungen, wie beispielsweise Demas  (Demenz anders sehen) gratis und von zu Hause aus zur Verfügung. Diese Schulungen für pflegende Angehörige von Demenzerkrankten bieten neben hilfreichem Wissen und sinnvollen Betreuungsmöglichkeiten auch emotionale Unterstützung durch eine Betreuerin und den Austausch mit anderen Betroffenen per Videochat.

Rechtliches

Für viele Menschen ist es schwer, ihren Beruf und die pflegerische Tätigkeit miteinander zu verbinden. Dabei soll das Familienpflegegesetz helfen. Es bietet Berufstätigen die Möglichkeit, sich die Zeit für die Pflege zu nehmen und trotzdem einen gewissen Teil ihres Einkommens nicht zu verlieren. Sie können ihre Arbeitszeitzwei Jahre lang auf bis zu 15 Stunden reduzieren.  Außerdem stehen diese Personen unter besonderem Kündigungsschutz. Die Familienpflegezeitversicherung der Angestellten, welche in so einem Fall abgeschlossen werden muss, stellt auch eine Sicherheit für den Arbeitgeber da. 

Das Pflegeversicherungsgesetz regelt einen Großteil der finanziellen Aspekte. Es legt die Höhe der Leistungen, auch des Pflegegelds bei der Pflege der Angehörigen, fest, regelt Beitragspflichten und enthält Vorschriften zur Pflegequalität.

Finanzielles

Was die Medikamentenzuzahlungen angeht, gibt es einen durch den Gesetzgeber festgelegten Höchstbetrag für zahlungspflichtige Leistungen der Krankenkasse festgelegt, womit auch der Eigenanteil der Zuzahlung bei häuslicher Pflege und stationären Krankenhausaufenthalten abgedeckt ist. Die Grundsätze sind dabei bei allen Krankenkassen gleich.

Wer zu Hause gepflegt wird und einen Pflegegrad hat, hat außerdem Anspruch auf die Erstattung der Kosten für Pflegehilfsmittel vonseiten der Krankenkasse. Solche kostenfreien Pflegehilfsmittel können

Alternativen

Wer sich im Normalfall selbst um die pflegebedürftige Person sorgt, allerdings für eine gewisse Zeit durch Krankheit oder Urlaub ausfällt, für den bietet sich die Verhinderungspflege an. Diese ist ein ambulantes Pflegemodell, das zum Einsatz kommt, wenn die für gewöhnlich pflegende Person verhindert ist.

Wer sich nicht selbst um seine Angehörigen kümmern kann, sie aber dennoch nicht in ein Heim oder Ähnliches geben möchte, kann eine häusliche 24-Stunden-Betreuung anstellen. Dazu muss man sich an bestimmte Vermittlungsstellen wenden, die deutsche, aber auch ausländische, geprüfte, kompetente Pflegekräfte vermitteln. 

 

Unser Angebot zum Thema Pflegerecht im Deutschen Seniorenlotsen

 


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