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Der letzte Wille – Machen Sie Ihr Testament

Sich mit der eigenen Sterblichkeit zu beschäftigen, kostet Überwindung. Aber wer zu Lebzeiten versäumt, die Dinge klar zu regeln, hinterlässt womöglich einen Scherbenhaufen. Dabei ist das Verfassen eines Testaments sehr einfach, wenn ein paar grundsätzliche Regeln beachtet werden.

Handschriftliches Testament.
© Dan Race | Fotolia.com

Liebes Geld, böses Blut

„Papa hatte mir die Münzsammlung versprochen. Ich weiß es genau." „Mutter wollte nicht, dass Tante Anna etwas erbt!" „Ich habe Vater die letzten Jahre gepflegt und jetzt soll mein Bruder fast alles bekommen?!"

Fast jeder kennt unschöne Geschichten rund um Erbstreitigkeiten. Wenn kein Testament verfasst wurde, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Diese ist häufig der Auftakt zu kostspieligen „Familientreffen" vor Gericht. Oft verlieren die Hinterbliebenen dadurch nicht nur einen Teil des Erbes an die Anwälte, sondern auch das Vertrauen in die familiäre Gemeinschaft.

Einfaches Schriftstück

Sein Testament machen. Das hört sich gewaltig an, ist im Grunde aber simpel. Ihren letzten Willen müssen Sie entweder handschriftlich oder mit Hilfe eines Notars verfassen. Um rechtsgültig zu sein, muss das testamentarische Vermächtnis mit Datum, Ort und persönlicher Unterschrift versehen sein. Das gilt auch für nachträgliche Ergänzungen.

Öffentliche Testamente werden vom Notar stets in die amtliche Verwahrung des Nachlassgerichtes gegeben. Aber auch handschriftliche Verfügungen können beim Nachlassgericht hinterlegt werden. Wird das privat hinterlegte Testament erst nach dem Tod gefunden (unbedingt an einem sicheren, aber den Erben bekannten Ort verwahren!), sind die Hinterbliebenen verpflichtet, dieses beim zuständigen Nachlassgericht abzugeben.

Klar Schiff machen

Bevor Sie sich hinsetzen, um Ihr Testament zu verfassen, beginnen Sie am besten mit einer Vermögensanalyse. Sie hilft dabei, die folgenden Fragen für sich zu klären:

  • Welchen Teil meines Vermögens möchte ich selbst verbrauchen?
  • Welchen Teil schon zu Lebzeiten verschenken?
  • Welchen nach dem Tod vererben?

Ruhestandsplaner, Anwälte oder Notare helfen dabei, sich einen Überblick zu verschaffen. In einem nächsten Schritt sollten Sie dann eindeutig festgelegen, welche Sach- und Vermögenswerte Sie an wen in welcher Form übertragen möchten.

Begünstigt nach Gesetz

Wenn kein Testament gemacht wurde, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Sie repräsentiert häufig nicht den Willen des Verstorbenen. Wussten Sie beispielsweise, dass Verwandte zweiten und dritten Grades automatisch miterben, wenn im Testament nichts Gegenteiliges veranlasst wurde? Oder dass der langjährige Lebensgefährte ohne Trauschein nur dann etwas erbt, wenn er im Testament bedacht wurde?

Liegt nach Ihrem Tod kein Testament oder Erbvertrag vor, werden die folgenden Erben nach Rangordnung begünstigt:

  • Der Ehepartner des Erblassers
  • Abkömmlinge des Erblassers (eheliche und adoptierte; z.B. Kinder, Enkel und Urenkel des Erblassers)
  • Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (z.B. Geschwister des Erblassers sowie deren Kinder und Kindeskinder)
  • Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (z.B. Tanten und Onkel des Erblassers sowie deren Kinder und Kindeskinder)

Sollte kein Erbberechtigter auffindbar sein, fällt das Erbe kraft Gesetz an den Staat.

Freibetrag für Erben

Im Rahmen der letzten Steuerreform wurden die Freibeträge für viele Erben großzügig erhöht. Vor allem Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Enkel können somit steuerfrei mehr erben als zuvor. Höher besteuert werden hingegen Geschwister, Nichten und Neffen sowie ferne Verwandte.

Erst nach Abzug der gesetzlichen Freibeträge und Verbindlichkeiten verlangt der Fiskus für die verbliebene Restsumme einer Erbschaft oder Schenkungssteuern.

Richtig vererben

Die folgende Checkliste hilft Ihnen dabei, alles richtig zu machen:

  • Haben Sie Freunden oder Familienangehörigen vielleicht schon zu Lebzeiten Gelder, Schmuck, Möbelstücke oder Kunstgegenstände versprochen? Halten Sie alles eindeutig im Testament fest.
  • Handeln Sie nicht aus einer Laune heraus. Auch wenn Ihre Tochter gerade mit einem Taugenichts durchgebrannt ist oder Ihr Sohn das Studium schmeißen will, sollten Sie beim Verfassen Ihres Testaments einen kühlen Kopf bewahren und langfristig denken.
  • Formulieren Sie eindeutig. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Ruhestandsplaner, Notar oder Anwalt beraten.
  • Versehen Sie Ihr Testament sowie nachträgliche Ergänzungen oder Änderungen unbedingt mit Ort, Datum und Unterschrift.
  • Hinterlegen Sie Ihr Testament beim zuständigen Nachlassgericht. Falls Sie es privat hinterlegen möchten, informieren Sie Ihre Angehörigen über den (sicheren) Aufenthaltsort.
  • Definieren Sie genau, welchen Teil Ihres Vermögens Sie selbst verbrauchen, und welchen Sie verschenken bzw. vererben möchten. Ein unabhängiger Ruhestandsplaner unterstützt Sie bei der Analyse und Strukturierung Ihrer Vermögensverhältnisse.

Sprechen Sie einen Ruhestandsspezialisten konkret auf dieses Thema an. Gerne hilft er Ihnen bei der Suche nach einem passenden Rechtsanwalt oder Notar, der Sie in Ihrem Vorhaben unterstützt.

 

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Quelle: AEGON
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