Anzeige


Anzeigensonderveröffentlichung

Vererben – Aber bitte mit Verstand

Gerade Menschen, die sich kurz vor bzw. im Ruhestand befinden, beschäftigen sich nachhaltig mit der Frage was sie wann, wie, an wen, vererben bzw. schenken möchten.

Mann auf Segelboot.
© Warren Goldswain | Fotolia.com

Jeder kennt unschöne Geschichten von Familienangehörigen, die sich ums Erbe streiten. Kein Wunder, denn nur jeder Fünfte kümmert sich überhaupt um ein Testament.

Da Themen wie Vererben oder Schenken sehr komplex und vielseitig sind, ist eine kompetente, unabhängige sowie umfassende Beratung sinnvoll und wichtig. Klassisch setzen sich drei Expertengruppen mit allen Fragestellungen rund um diese Themengebiete auseinander: Rechtsanwälte, Steuerberater und finanzielle Ruhestandsplaner.

Eine zentrale Frage, welche es vor einer konkreten Planung des Ruhestandes bzw. einer Übertragung an die nächste Generation zu klären gilt, ist: Wie viel möchte ich an meine Nachkommen vererben, bzw. was möchte ich selber noch zur Verfügung haben?
Diese zentrale Frage gilt es sich bewusst vor Augen zu führen. Jeder Mensch ist einzigartig und somit sind der Bedarf sowie die Ziele und Wünsche von Mensch zu Mensch unterschiedlich, was eine Beratung durch einen Experten notwendig und sinnvoll macht.

Grundlagen schaffen – Konkrete Aufstellung der aktuellen Vermögenssituation

Bevor man sich mit einem Rechtsanwalt bzw. einem Steuerberater im Detail mit den rechtlichen sowie den steuerlichen Vor- und Nachteilen verschiedenster Modalitäten und Wege der Vererbung auseinandersetzt, ist ein umfassender Überblick der aktuellen Vermögenssituation notwendig. Eine Bestandsaufnahme der Vermögens- und Einkommensverhältnisse kann von einem unabhängigen Ruhestandsplaner durchgeführt werden. Dieser ermittelt anhand der individuellen Bedarfssituation einen Finanz- und Versorgungsplan, stimmt als „Mediator" die nächsten Schritte ab und unterstützt bei der Wahl des passenden Steuerberaters bzw. Rechtsanwalts.

Ein Erstgespräch erfolgt anhand eines kostenlosen Ruhestands-Checkup, welcher vergleichbar mit einem routinemäßigen Checkup-Termin beim Arzt ist, und bei dem die entscheidenden Chancen und Risiken der aktuellen Vermögenssituation offengelegt werden.

Erbfolge - Im Zweifel entscheidet das Gesetz

Falls kein eigenes Testament oder ein Erbvertrag vor dem Ableben erstellt worden ist, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Durch die gesetzliche Erbfolge kraft Gesetzes kommen folgende Erben nach Rangordnung in Betracht:

  • Der Ehepartner des Erblassers.
  • Abkömmlinge des Erblassers (eheliche und adoptierte)

  (z.B. Kinder, Enkel, Urenkel des Erblassers)

  • Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge

  (z.B. Geschwister des Erblassers sowie deren Kinder und Kindeskinder)

  • Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge

  (z.B. Tanten und Onkel des Erblassers sowie deren Kinder und Kindeskinder)

  • Sollte überhaupt kein Erbberechtigter auffindbar sein, fällt das Erbe kraft Gesetz an den Staat.

Testament und Erbvertrag – Individuelle Regelung des Nachlasses möglich

Eine alternative Möglichkeit ist die Regelung des Nachlasses durch ein Testament. Dieses kann vom Erblasser selbst angefertigt werden (eigenständiges Testament). Hierbei gilt es zu beachten, dass dieses vollständig eigenhändig geschrieben sein und die komplette Unterschrift sowie Ort und Datum enthalten muss.

In der Praxis ist von einem eigenhändigen Testament, ohne Beratung durch einen Notar oder Rechtsanwalt sowie einem Steuerberater, abzuraten. Hierbei ist die Gefahr zu groß, durch missdeutende Formulierungen, Formfehler oder aus Unkenntnis gesetzlicher Regelungen gravierende Probleme für die Erben zu schaffen.

Erbschaft und Schenkungssteuer – Ereignisse und Freibeträge nach Steuerklassen

Die Erbschafts- und Schenkungssteuer, kurz Erbschaftssteuer, fällt als sog. Erbenanfallsteuer an. Diese besteuert den Erben bzw. den Beschenkten. Im Rahmen der letzten Steuerreform wurden die Freibeträge für viele Erben großzügig erhöht. So profitieren Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Enkel von deutlich höheren Freibeträgen und können somit mehr steuerfrei erben als zuvor. Höhere Belastungen gibt es hingegen für alle ferneren Verwandten, auch für Geschwister, Nichten und Neffen. Sie wurden weitgehend den übrigen, nicht verwandten Erben, gleichgestellt.

Erst nach Abzug der gesetzlichen Freibeträge und Verbindlichkeiten verlangt der Fiskus für die verbliebene Restsumme einer Erbschaft oder Schenkung Steuern. Um eine Umgehung dieser Steuer zu vermeiden, tritt die Besteuerung bei folgenden Zuwendungen in Kraft:

  • Erwerb von Todes wegen
  • Schenkung unter Lebenden
  • Zweckzuwendungen
  • Stiftungsvermögen


Bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer sind verschiedene Steuerklassen und Freibeträge zu unterscheiden:

Erhält ein Begünstigter mehrere Zuwendungen von ein und derselben Person (z.B. mehrere Schenkungen) innerhalb von zehn Jahren, so werden diese vom Gesetzgeber zusammengerechnet und steuerlich als ein einziger Erwerb betrachtet. Ist seit der letzten Schenkung ein Zeitraum von mind. zehn Jahren vergangen, können Freibeträge erneut in Anspruch genommen werden. Daher ist bei der Ruhestandsplanung der konkrete Zeitpunkt einer Schenkung von großer Bedeutung und muss in allen Planungsvorhaben berücksichtigt werden.

Sechs Schritte zur Erbfolgeplanung – So vererben Sie richtig

Folgende Schritte sind zur Gestaltung einer durchdachten und bestandskräftigen Erbfolgeplanung notwendig:

1. Formulieren Sie Ihre Wünsche und Ziele
Setzen Sie sich, ggf. gemeinsam mit dem Partner, mit ihren persönlichen Wünschen und Zielen ihrer konkreten Erbfolgeplanung auseinander.

2. Legen Sie die Karten auf den Tisch
Erarbeiten Sie gemeinsam mit einem unabhängigen finanziellen Ruhestandsplaner ihre persönliche zukünftige Bedarfssituation. Somit erhalten Sie einen ganzheitlichen Überblick ihrer aktuellen Vermögens- und Einkommenssituation.

3. Treffen Sie Entscheidungen
Legen Sie eindeutig fest, welche Personen welche Vermögenswerte und Rechte bekommen sollen.

4. Planen Sie jetzt
Berücksichtigen Sie eine Übertragung zu Lebzeiten in Ihrer Gesamtplanung um optimal mögliche Freibeträge ausnutzen zu können.

5. Nutzen Sie eine unabhängige Beratung, die den Unterschied macht!
Planen Sie, gemeinsam mit Ihrem finanziellen Ruhestandsplaner, einem Steuerberater sowie einem Notar bzw. Rechtsanwalt Ihre zuvor entwickelten persönlichen Vorstellungen in ein rechtliches, steuerliches und finanzplanerisches Gesamtkonzept optimal ein.

6. Machen Sie ihr Testament
Formulieren Sie Ihr Testament bzw. den Erbvertrag und ggf. vorweggenommene Schenkungen zu Lebzeiten mit dem beauftragten Notar bzw. Rechtsanwalt aus, und setzen Sie das Gesamtkonzept, in Abstimmung mit allen beteiligten Experten um.
Dieser Artikel wurde nach bestem Wissen erstellt, dient dem reinen Informationszweck, legt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt keine steuerliche bzw. rechtliche Beratung.


Dieser Artikel wurde nach bestem Wissen erstellt, dient dem reinen Informationszweck, legt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt keine steuerliche bzw. rechtliche Beratung.

 

Anzeigensonderveröffentlichung

Suchmodule


Anzeige